Weinland Frankreich

Das Weinland Frankreich ist eines der bedeutendsten Weinbaugebiete der Welt, qualitativ und quantitativ gesehen. Nicht ohne Grund orientiert man sich international an dem Spitzenreiter und besonders an den renommierten Weinbaugebieten Bordeaux und Champagne. Französische Sorten sind nicht ohne Grund rund um den Globus bekannt und geschätzt. Diese bedeutende Position ist auch daran zu erkennen, dass die Internationale Organisation für Rebe und Weine Paris als seinen Sitz gewählt hat. Jährlich werden durchschnittlich 45,6 Millionen Hektoliter französischer Wein hergestellt, somit ist das Land nach Italien der zweitgrößte Weinproduzent der Welt.

Exzellente und hochwertige Weine

Ähnlich wie die Italiener, genießen die Franzosen ihren Wein auch gerne selbst, denn zwei Drittel der Gesamterzeugnisse werden noch in Frankreich getrunken. Die höheren Preisniveaus sorgen dafür, dass der französische Weinbau wertmäßig betrachtet sogar ganze 25 % der globalen Weinproduktion stellt. Doch die Masse hält nicht davon ab, exzellente und hochwertige Weine herzustellen. Im Gegenteil: Viele der besten Weine weltweit stammen aus Frankreich. Schon seit dem 2. Jahrhundert wurde der Weinanbau in Frankreich durch die Römer kultiviert, die zudem für einen lebendigen Handel mit Italien sorgten. Heute werden die 867.400 Hektar Rebflächen stets im Auge behalten. Frankreichs Weinbau gilt als am besten überwachter Landwirtschaftsbereich und das wirkt sich auf die Qualität aus. Jede Flasche französischer Wein wird kategorisiert. Dabei kommen die AOC-Bestimmungen zum Einsatz, die für eine kontrollierte Herkunftsbezeichnung sorgen. Es gilt: Je kleiner das Anbaugebiet, desto höher sind die Anforderungen. Über die AOC werden Zulassungen von Rebsorten, Begrenzungen von Rebflächen oder Anteile in Verschnitten reguliert. Die AOC-Weine haben dabei die höchste Qualität und machen etwa die Hälfte aller französischen Weine aus. Eines dieser Gebiete ist beispielsweise die Champagne. Danach folgen die VDQS-Weine mit hervorragender Qualität. Auf der untersten Stufe stehen schließlich die einfachen Tafelweine. Anders als in vielen anderen Ländern sind die französischen Weine meistens Cuvées, während Sortenreine eher selten sind.

70 % sind Rotweine in Frankreich

Die Vielfalt der französischen Weine ist allein schon aufgrund der unterschiedlichsten Regionen enorm. Besonders begehrt sind jedoch Rotweine, die ungefähr 70 % der Gesamterzeugnisse ausmachen. Am meisten setzen die Winzer auf Merlot und Grenache-Trauben, aber auch Syrah und Cabernet Sauvignon werden sehr gerne angebaut, um harmonische, körpereiche Rotweine zu keltern. Ein hervorragender Weißwein aus Frankreich besteht meistens aus der Chardonnay-Traube. Bordeaux-Weine setzen weltweit Maßstäbe. In keiner anderen Region gibt es einen solch hohen Anteil an Spitzenweinen. Aber auch das Burgund mit seinen sortenreinen Rot- und Weißweinen steht dem in nichts nach. Aufgrund der vielen kleinen Parzellen kann hier exzellenter Wein entstehen. Aber auch der Rest Frankreichs hat tolle Weine zu bieten.

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