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Rioja

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Was ist ein Rioja Wein?

Die Bezeichnung Rioja Wein verweist auf die Herkunft eines Weins aus der nordspanischen Region La Rioja, deren Namen auf den Fluss Oja zurückzuführen ist. Die von hier stammenden Gewächse gelten als die weltweit bekanntesten Weine Spaniens, nicht wenige Liebhaber und Kenner sehen im Rioja sogar den spanischen Wein schlechthin. In der Hauptsache bezieht sich das auf die roten Rioja Weine, die maßgeblich durch die Rebsorte Tempranillo geprägt sind. Typischerweise ist sie in einem roten Rioja mit 75 bis 90 Prozent repräsentiert. Wichtigste Verschnittpartner sind dabei Garnacha (Grenache), Graciano und Mazuelo (Cariñena, Carignan).

Ist ein Rioja immer ein Rotwein?

Ausdrücklich nein, auch wenn rund 85 Prozent der regionalen Weinproduktion auf den roten Rioja entfallen. Weiße Rioja-Weine stehen damit fraglos im Schatten der roten Gewächse, doch erfreuen auch sie sich einer großen Beliebtheit und wachsenden Anhängerschaft. Die weißen Riojas stützen sich vornehmlich auf die Rebsorte Viura, gefolgt von Garnacha Blanca und Malvasia. Auch bei Roséweinen ist der Tempranillo die regionale Referenzsorte, doch kommt dem Rioja Rosado nur eine vergleichsweise kleine Rolle zu; er kommt bevorzugt als „Joven“, demzufolge als Jungwein, ins Glas.

Wo genau liegt das Weinbaugebiet Rioja?

Das Weingebiet Rioja erstreckt sich über drei amtliche Provinzen im Norden Spaniens auf einer Fläche von rund 40 mal 100 Kilometern (Nord-Süd mal Ost-West) entlang beider Ufer des Flusses Ebro. Im Einzelnen sind es die namensgebende La Rioja, die zum Baskenland zählende Provinz Álava und Teile von Navarra. Eingebettet zwischen den Berglandschaften von Kantabrien im Norden und der Sierra de la Demanda im Süden erstrecken sich die Weinberge über 64.000 Hektar in unterschiedlichen Höhenlagen zwischen 350 und 700 Metern. Der großen Ausdehnung sowie den unterschiedlichen Terroirs und Mikroklimata geschuldet, ist die Weinregion Rioja in drei offizielle Subzonen gegliedert. Zu unterscheiden sind die Rioja Alta im Westen, die Rioja Oriental im Osten bzw. Südosten und die deutlich kleinere Rioja Alavesa im baskischen Norden. Weinrechtlich ist die gesamte Region Rioja eine Denominación de Origen Calificada (DOCa) und damit in der höchsten Qualitätsstufe für spanische Weine klassifiziert. Neben dem Weingebiet Rioja, das diese Auszeichnung im Jahr 1991 als Erste erhielt, genießt heute nur die Region Priorat auch diesen exponierten Status.

Wie schmeckt ein Rioja?

Typischerweise ist der rote, von Tempranillo beherrschte Rioja ein betont trockener, tanninreicher Wein, mit vielschichtigen Aromen von dunklen Beeren und Kirschen, der sich zumeist auch durch eine prägnante Säurestruktur auszeichnet. Gewürznoten von Zimt, Nelke und Vanille sowie Töne von Leder und Tabak sind ebenso typisch für einen Rioja, korrespondieren aber stark mit den unterschiedlichen Ausbaustufen, mithin dem Einfluss der Reifung. Letzteres gilt auch für Rioja Weißweine: Junge Gewächse zeigen sich zumeist betont frisch, mit präsenten Aromen heller Früchte und floralen Noten: Gereifte Weißweine hingegen, allen voran jene, die (länger) im Holz ausgebaut wurden, präsentieren sich deutlich kraftvoller und würziger.

Welche Ausbaustufen gibt es bei Rioja Weinen?

Die Ausbaustufen beginnen (aufsteigend) mit den Rioja Jungweinen, die man historisch als „Joven“ kannte, inzwischen aber auch durch die Bezeichnung „Garantíta de Origen“ gekennzeichnet werden. Dabei handelt es sich um frische und fruchtbetonte Weine, die nur kurz im Eichenfass gereift sind, bisweilen aber auch gar keinen Holzkontakt hatten. Für den Rioja Crianza gilt eine Mindestreifezeit von 24 Monaten, davon muss der Wein 12 Monate im Holzfass reifen. 36 Monate Reifung mit 12 Monaten im Barrique bilden die Vorschriften für einen Rioja Reserva. Ein Gran Reserva, ein Rioja der höchsten Qualitätsstufe, muss mindestens 60 Monate reifen, davon 24 im kleinen Holzfass. Die Gliederung der vier Ausbaustufen gilt für Rioja Weine grundsätzlich. Die vorstehend genannten Reifezeiten beziehen sich auf rote Riojas, für Weißweine und Rosados gelten lediglich geringfügig kürzere Zeiträume.

Welcher Rioja Wein ist der beste?

Unabhängig von persönlichen Vorlieben, insbesondere im Hinblick auf die Präsenz von Holznoten, bilden die Gran Reserva Weine die objektive Spitze der Rioja-Qualitätspyramide. Mit einem Anteil von nur drei Prozent an der Gesamtproduktion wird dieser Führungsanspruch auch quantitativ untermauert. Er drückt sich demzufolge auch preislich signifikant aus. Hinsichtlich der regionalen Herkunft genießen die Weine der Rioja Alta das größte Renommee. In der Teilregion im Westen, mit den vinophilen Hochburgen Logroño und Haro, sind darum auch die bekanntesten Weingüter und Bodegas der Region zu finden, die mit ihren konzentrierten, tanninreichen und lagerfähigen Weine die „Marke Rioja“ über Generationen hinweg geprägt haben.

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