Nahe

Zwischen Mosel und Rhein befindet sich die Weinanbauregion Nahe. Im Süden reicht sie bis nach Rheinhessen und im Osten bis ins Rheingau. Auf einer Rebfläche von rund 42oo Hektar bringen die unterschiedlichsten Böden sehr vielschichtige Weine hervor. Neben vollmundigem Silvaner und Grauburgunder mit zartem Bouquet wird ausdrucksvoller Müller-Thurgau und feinrassiger Riesling gekeltert. Zu kleinerem Anteil werden darüber hinaus Kerner, Scheurebe und Bacchus angebaut. Insgesamt rund 180 verschiedene Bodenarten bringen in der Weinregion Nahe selbst innerhalb einer Rebsorte diverse Weinaromen hervor. Diese ähneln je nach Jahrgang einmal den Weinen aus Rheinhessen oder dem Rheingau, ein anderes Mal den Mosel-Weinen.

Nahe: viele Qualitäts- oder Prädikatweine

Zu 75 Prozent sind im Weinland Nahe die weißen Rebsorten vertreten. Darunter haben Riesling, Müller-Thurgau und Silvaner den größten Anteil. Seit einigen Jahren sind jedoch Weißburgunder und Grauburgunder stark im Kommen. Gefolgt von Spätburgunder, Portugieser und Regent steht bei den Rotweinen der Dornfelder an erster Stelle. Die Nahe-Weine sind auf dem Markt zu einem Großteil als Qualitäts- oder Prädikatweine erhältlich und werden zu knapp der Hälfte direkt vermarktet. Der Weinbau in der Region Nahe hat große Tradition und seine Ursprünge reichen bis ins Jahr 766 n. Chr. zurück. In dieser Zeit betrieben bereits die Klöster in der malerischen Region systematisch Weinbau. Mit dem „Monziger Feuerwein“ wird um 1500 n. Chr. der erste Exportwein genannt.

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