Schweigen Pinot Noir trocken 2016

Friedrich Becker

Ein Spätburgunder in VDP-Ortswein Qualität kündigt bei Friedrich Becker einen Wein an, der sich vor Premier Cru Weinen aus dem Burgund nicht verstecken muss.

Kategorie Rotwein
Herkunftsland Deutschland
Herkunftsregion Pfalz
Geschmack trocken
Alkoholgehalt 13,5 % vol
Schweigen Pinot Noir trocken
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Ein Spätburgunder in VDP-Ortswein Qualität kündigt bei Friedrich Becker einen Wein an, der sich vor Premier Cru Weinen aus dem Burgund nicht verstecken muss.

Kategorie Rotwein
Herkunftsland Deutschland
Herkunftsregion Pfalz
Geschmack trocken
Alkoholgehalt 13,5 % vol
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Über Schweigen Pinot Noir trocken

Weinbeschreibung

Das Besondere an diesem Wein

Wer die großen Spätburgunder von Friedrich Becker kennt, weiß genau, dass spätestens auf Ortswein-Niveau das ganz große Weinkino beginnt. Der aus der Ortslage des Heimatdörfchens Schweigen kommende Spätburgunder stammt von besonders kalkhaltigen Böden und wird bereits im Weinberg per Hand streng selektioniert. Diese hochwertigen Trauben bringen so viel Vielschichtigkeit und Frische mit, dass sie sich bestens für den Ausbau im Holz eignen. Und hierauf versteht sich Friedrich Becker besonders gut. Geduldige 18 Monate verbringt der Spätburgunder Schweigen in französischen und deutschen Eichenholzfässern. Immer mit dem Ziel den aromatischen Einfluss dezent zu halten und stattdessen dem Wein mehr Komplexität, Struktur, Eleganz und Langlebigkeit mit auf den Weg zu geben. Mit Erfolg, denn dieser Ortswein läuft erst nach 10 Jahren zu richtiger Topform auf – auch wenn er bereits nach fünf Jahren einen sensationellen Rotweingenuss darstellt. Dass wir mit diesem Wein noch nicht auf Erste Lage oder Grosses Gewächs Niveau unterwegs sind ist eigentlich unglaublich und zeigt die wahre Größe der Arbeit von Friedrich Becker und seinem Junior.

Wie der Wein schmeckt: samtig & weich

Ein helles Rubinrot mit einem dunklen Kern zeigt sich im Glas. Der Duft verströmt Gewürz- und Kräuternoten, wird aber vor allem von dem Aroma reifer Kirschen, roter Johannisbeeren und Brombeeren geprägt. Auch eine mineralische, steinige Komponente zeigt sich. Insgesamt wirkt die Nase sehr reichhaltig und vielschichtig. Am Gaumen mit einer beeindruckenden Kombination aus Struktur und feinster Eleganz. Der Säureeindruck lässt den Spätburgunder zu keinem Zeitpunkt schwer wirken. Im Gegenteil: die vitale Kraft des Weines wirkt im Abgang lange und belebend nach.

Was Kritiker zu dem Wein sagen

91 Punkte von Falstaff

„Sauerkirsche, Kräuterwürze, etwas Zimt und Pflaume – ein ungemein saftiger, straffer Spätburgunder mit präsenter Säure und Gerbstoffen, die langsam mürbe werden. Kompakter Körper mit genug Power, um kräftiges Fleisch zu begleiten. Reifepotential“.

Geschmack & Moment

Schmeckt zu:

Kalb
Lamm
Pasta

Schmeckt nach:

beerig
würzig

Passt zu:

Dinner for two
Tapas & Snacks

Steckbrief

Farbe rot
Herkunftsland Deutschland
Herkunftsregion Pfalz
Rebsorte Spätburgunder
Geschmack trocken
Weinstil samtig & weich
Qualitätsstufe Q.b.A.
Alkoholgehalt 13,5 % vol
Trinktemperatur 16 °C
Restsüße 0,1 g/l
Säuregehalt 5,9 g/l
Trinkreife jetzt und weitere 4 Jahre
Ausbau Barrique
Verschluss Korken
Verpackung Flasche
Hersteller Friedrich Becker, Hauptstraße 29, 76889 Schweigen-Rechtenbach, Deutschland
Jahrgang 2016
Allergenkenn-
zeichnung
enthält SULFITE
Artikelnummer 2000013969
GTIN 4260059994125

Friedrich Becker

Friedrich Becker

Burgund-Ambitionen in der Pfalz

Wie bei vielen Weingütern in den deutschen Anbaugebieten, war auch bei Becker in der südlichen Pfalz zunächst ein Mischbetrieb zu finden. Eine Kombination aus Weinbau, konventioneller Landwirtschaft und Viehzucht war bis in die 1970er-, 1980er-Jahre keine Seltenheit.

Doch Friedrich Becker erkennt schnell das besondere Potential der gutseigenen Hanglagen rund um das Örtchen Schweigen, nahe der französischen Grenze. Als er 1973 den Familienbetrieb übernimmt, nimmt er sofort tiefgreifende Veränderungen vor: Die volle Konzentration auf den Weinbau auf der einen Seite und der Austritt aus der Winzergenossenschaft auf der anderen Seite. Im gleichen Jahr füllt er den ersten eigenen Wein auf die Flaschen und markiert seitdem die Etiketten mit der Illustration eines kleinen Fuchses. Heute ein das Markenzeichen der Weine von Friedrich Becker.

In den folgenden Jahrzehnten macht sich der qualitätsbesessene Winzer vor allem durch seine Spätburgunder-Rotweine (Pinot Noir) einen Namen. Diese gehören heute zu den besten des Landes, ja wahrscheinlich der ganzen Welt. Und auch die für Deutschland eher untypische Weißwein-Rebsorte Chardonnay genießt bei Friedrich Becker einen besonderen Stellenwert. Der Grund für den Faible für diese beiden Rebsorten ist offensichtlich: Es sind die großen Weine des Burgunds, die von Anfang an das Schaffen von Friedrich Becker inspirieren und lenken.

Trotz allem Winzertalent wäre ein solch ambitioniertes Ziel ohne die hervorragenden Lagen des Weinguts nicht erreichbar. Die Weinberge von Friedrich Becker zeichnen sich durch einen besonders hohen Kalkgehalt aus – ein Garant für mineralisch geprägte Weine, die über ein besonders hohe Maß an Klarheit und Präzision verfügen. Eine weitere Besonderheit besteht in der Tatsache, dass einige Weinlagen von Becker offiziell bereits im französischen Elsass liegen. Diese Rebbestände sind besonders hochwertig und nur ein recht kompliziertes Bürokratieverfahren lässt diese länderübergreifende Nutzung überhaupt zu.

Die besonders naturnahe Arbeit im Weinberg und die möglichst geringe Einflussnahme bei der Vinifikation im Keller sind bei Friedrich Becker gelebte Selbstverständlichkeiten. Mit diesen Überzeugungen ist Sohnemann Fritz Becker Junior praktisch groß geworden. Er führt das Weingut mittlerweile gemeinsam mit seinem Vater und hat sich in den letzten Jahren vor allem der qualitativen Verbesserung der Weißweine jenseits des etablierten Chardonnays verschrieben. Mit Erfolg: Auch die Weißburgunder- und Riesling-Weine gehören nun zu den besten des Landes. Halbe Sachen macht man beim Weingut Becker nicht!

Ein weiterer Beleg dafür ist die Tatsache, dass Friedrich Becker bereits seit dem Jahr 2000 Mitglied in dem prestigeträchtigen Verband der deutschen Prädikatsweingüter (VDP) ist. Dennoch bleiben die Beckers bescheiden und lehnen daher eine betriebswirtschaftlich orientierte Expansion weitestgehend ab. 30 Hektar Rebfläche nennt das Weingut sein Eigen und die Jahresproduktion beträgt 120.000 Flaschen. Beides Zahlen, die beweisen, dass es Friedrich Becker um hohe Qualität geht, die sich zwangsläufig in geringer Quantität niederschlägt.

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