Gelber Muskateller

Gelber Muskateller ist eine weiße Rebsorte, die als die hochwertigste Variante der über 200 verschiedenen Arten des Muskatellers gilt. Häufig wird sie mit der in Frankreich beheimateten Muscat Blanc à Petits Grains gleichgesetzt. Da sich die beiden Muskateller-Spielarten allerdings in Beerenhaut und Traubenaussehen leicht unterscheiden, halten sie manche Weinkenner auch für Einzelsorten, die qualitativ jedoch in derselben hohen Liga spielen. Das Besondere am Gelben Muskateller ist, dass man bereits am Duft der Trauben am Rebstock auf den späteren Geschmack des Weins schließen kann. Kein Wunder, dass die Rebsorte auch eine beliebte Tafeltraube ist. Angebaut wird der Gelbe Muskateller vor allem in Österreich, aber auch in Deutschland gibt es kleinere Anbauflächen, etwa in der Pfalz. Darüber hinaus findet man auch Bestände in Ungarn und Italien, wo aus der Rebsorte, die hier Moscato Bianco heißt, unter anderem der bekannte Sekt „Asti Spumante“ hergestellt wird.

Mehr als Muskataroma

Der Gelbe Muskateller gehört aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Muskateller-Familie zu den ältesten und kulturprägendsten Weinsorten der Welt. Schon bei den alten Römern und Griechen war der Wein bekannt. Der Weißwein aus Gelbem Muskateller wird von Kennern und Laien gleichermaßen geschätzt. Sein Ansehen verdankt er vor allem seiner angenehmen Säure und dem leichten Muskatgeschmack, wenngleich manche Weine zwar Gewürznoten besitzen, aber nicht unbedingt nach Muskat riechen und schmecken. Häufig setzen Winzer den Gelben Muskateller auch in Cuvées zur Verbesserung des Aromaerlebnisses ein.

Gelber Muskateller: ein charakterstarker Solist

Der leichte Weißwein aus Gelbem Muskateller ist frisch und fruchtig. Im Glas präsentiert er sich gelb-grün. Der Wein wird sowohl trocken, halbtrocken oder lieblich ausgebaut. Sein unverkennbarer Duft nach frischen Trauben setzt sich im Geschmack fort. Da der Gelbe Muskateller zu den Aromasorten gehört und sehr intensiv schmeckt, passt er nicht zu jedem Essen als Begleiter. Trinken Sie ihn lieber solo als Abschluss eines schönen Abends.

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