Auswahl filtern:
von bis
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

ANSICHT:
Seite 1
Seite 1

Produkte von Ruinart

Champagner-Haus mit bewegter Geschichte
Das Champagner-Haus Ruinart wurde offiziell bereits 1729 gegründet – nur kurze Zeit nachdem ein königlicher Erlass den Transport von Champagner in 50 bis 100 Flaschen fassenden Körben legitimiert hatte. Zuvor durfte auch Champagner nur in Fässern transportiert werden. Es ist demnach wenig erstaunlich, dass der Handel mit Champagner erst ab diesem Jahr richtig in Gang geriet.

Zu dieser Zeit arbeitete Nicolas Ruinart für seinen Vater im Stoffhandel. Doch war es sein Onkel Dom Thierry Ruinart – ein visionärer Benediktinermönch zu Zeiten von Ludwig XIV. – der die vielversprechende Zukunft des „Weines mit Bläschen“ erkannte und Nicolas schließlich überredete, mit einer eigenen Champagner-Manufaktur sein Glück zu versuchen. Frankreich stand bereits unter der Herrschaft des jungen Königs Ludwig XV. und ein genussorientierter Lebensstil begann den Markt zu beeinflussen. Nicolas Ruinart verfasste dann am 1. September 1729 seine berühmte Schrift über den „Wein mit Bläschen“. Dieses Dokument gilt heute als Gründungsdokument des Champagner-Hauses Ruinart – dem ersten seiner Art überhaupt.

Die Anfänge waren mit nur 170 Flaschen, die 1730 verkauft wurden, sehr bescheiden. Zu diesem Zeitpunkt kümmerte sich Nicolas Ruinart parallel noch um den väterlichen Textilhandel, stellte aber schnell fest, dass sich dieser Markt rückläufig entwickelte. So gab er im Jahr 1735 den Stoffhandel auf, um sich ganz und gar dem immer umfangreicheren Handel mit Champagner zu verschreiben. So konnte er 1731 bereits 3.000 Flaschen verkaufen. 30 Jahre später waren es schon 36.000 Flaschen und seine Kunden waren nicht nur in Frankreich, sondern auch in Südbelgien zu finden. Die Kunden von Ruinart bestanden vor allem aus der reichen Mittelschicht und vor allem den Adligen.

In den folgenden 30 Jahren entwickelte sich Ruinart in großen Schritten weiter: 1764 trat Nicolas Sohn Claude in das Geschäft ein und auch der Exportumsatz wuchs kontinuierlich an. In diesem Zuge erwies sich vor allem Deutschland als aufstrebender Markt für Ruinart. Während der folgenden Jahre reiste Claude durch die Welt, um nach weiteren Märkten zu suchen – beispielsweise nach Amerika und Russland. Zu dieser Zeit ein aufwändiges Unterfangen. So entwickelt die Familie Ruinart das Haus stetig weiter.

Die ständig zunehmende Aktivität erforderte auch neue Lagerlösungen. Ruinart untersuchte in diesem Zuge die Möglichkeit, alte römische Kreidekeller zu nutzen. Bis dahin lagerte man die kostbaren Champagnerflaschen in den Kellern der Privathäuser, und das erwies sich als unzureichend. Da die Kreidekeller beste Voraussetzungen für die Lagerung von Champagner boten, erwarb Claude Ruinart kurzerhand gleich mehrere davon.

Im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts investierte das Haus in zusätzliche Weinberge, erweiterte die Keller und baute auch die Klientel weiter aus. Wichtige Märkte waren zu diesem Zeitpunkt vor allem England und die USA.

Der Erste Weltkrieg, die Weltwirtschaftskrise von 1929 und der Zweite Weltkrieg gingen dann natürlich auch an Ruinart nicht schadlos vorüber: 1946 waren in Paris nur noch 10.000 Flaschen Ruinart vorhanden und man zählte lediglich zwei aktive Kunden - Ruinart stand kurz vor dem Ruin. Im selben Jahr übernahm dann aber Bertrand Mure, ein Mitglied der Familie, das Haus, um die Marke Ruinart von Grund auf neu aufzubauen. Mit großem Erfolg!

Mit dieser glorreichen Vergangenheit ist Ruinart auch heute noch eine der angesehensten und begehrtesten Champagner-Marken überhaupt. Ruinart wird derzeit von Frédéric Dufour geleitet und sein Kellermeister ist Frédéric Panaïotis. Aktuell produziert das Champagner-Haus schätzungsweise 3 Millionen Flaschen pro Jahr.

Champagner von Ruinart zeichnen sich durch einen ungewöhnlich hohen Anteil an Chardonnay in den Cuvées aus, was zu einer feinen Frische und Eleganz in Verbindung mit einer spürbaren Kraft führt.