Kremstal

Nördlich der Donau liegt die Weinanbauregion Kremstal um das historische Zentrum Krems in Niederösterreich. Vom Norden her durchfließt der namensgebende Fluss die Region. Der Weinbau hat in Krems eine lange Tradition und reicht bis ins Jahr 893 n. Chr. zurück. Heute hat Österreichs größte Winzergenossenschaft „Winzer Krems“ hier ihren Sitz, darüber hinaus gibt es eine Weinbauschule und ein Weinbaumuseum. Die Weinbauregion muss sich daher keine Sorgen um den Winzernachwuchs machen. Ähnlich wie in der benachbarten Weinregion Wachau und dem Kamptal trifft im Kremstal das warm-trockene Klima aus der pannonischen Tiefebene auf die kühl-feuchten Einflüsse des nahen Waldviertels. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind somit groß und sorgen für eine besondere Aromavielfalt des Weines.

Über 50% Grüner Veltliner im Kremstal

Das vorherrschenden Urgesteinsverwitterungsböden wiederrum bringt kraftvolle und mineralische Weine hervor, die Rebsorten Veltliner und Riesling fühlen hier besonders wohl. Mit einem Anteil von über 50 Prozent an einer Gesamtrebfläche von 2.200 Hektar dominiert der Grüne Veltliner im Kremstal. Rund um den Weinort Stein gedeiht der Riesling in Spitzenlagen wie Piri, Hund oder Pfaffenberg. Die roten Rebsorten spielen mit einem Gesamtanteil von 15 Prozent eine untergeordnete Rolle, es wird vorwiegend der anpassungsfähige Zweigelt kultiviert. Bekannt ist das Weinanbaugebiet Kremstal für den fruchtig duftenden „Pfefferl“ aus der Kremser Sandgrube, der seinem Namen entsprechend über eine pfeffrige Würze verfügt. Darüber hinaus wird aus der seltenen und autochthonen Rebsorte Österreichs der Rote Veltliner gekeltert.

Mehr Lesenswertes: Weinland Österreich – Teil 1

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