Was bedeutet Auxerrois?

Die weiße Rebsorte Auxerrois ist hauptsächlich im Elsass zu finden – sie belegt hier Platz 2 im Rebsortenspiegel, nach Riesling. Allerdings kommt sie fast immer als Verschnittwein zum Einsatz, etwa im berühmten Edelzwicker oder in einem Crémant d‘Alsace. In den deutschen Anbaugebieten Baden und Pfalz entstehen eine Reihe von hundertprozentigen Auxerrois-Weinen von hoher Qualität. 

Frank S. aus Ilmenau wand sich unlängst an die Frag die Weinfreunde Redaktion mit direkt zwei Fragen: Um was für eine Rebsorte handelt es sich bei Auxerrois und wie wird der Name korrekt ausgesprochen?

Letztere Frage lässt sich durch die im Artikel zu findende Audiodatei am besten beantworten. Vielen Dank dafür an unsere französischsprachige Mitarbeiterin Melissa.


Aussprache Auxerrois


Auxerrois ist eine weiße Rebsorte, die aufgrund des ähnlichen Aussehens lange mit Weißburgunder und Chardonnay verwechselt wurde. Noch heute ist Auxerrois im Burgund ein Synonym für Chardonnay. Erst 1816 wird sie an der Mosel urkundlich als eigenständige Rebsorte erwähnt.

Auxerrois wird im Elsass auch Pinot d’Auxerrois genannt und ist ein Nachkomme von Pinot Blanc und Gouais Blanc (Heunisch). Sie ist daher auch mit den Rebsorten Gamay Noir, Aligoté und Chardonnay verwandt. So zählt Auxerrois offiziell zu den Burgunder-Rebsorten.

Auxerrois ist eine frühreifende Rebsorte und weist eine moderate Säure auf. Aromatisch sind die Weine zurückhaltend, zeigen aber eine typische Honignote. Im Elsass wird Auxerrois mit Rebsorten kombiniert, die einen frischeren Charakter besitzen, etwa Pinot Blanc (Weißburgunder). Auch in den Schaumweinen Crémant d’Alsace kommt Auxerrois zum Einsatz.

Von kühlen Standorten mit kalksteinreichen Böden und alten Reben stammen hervorragende sortenreine Auxerrois-Weine. Das zeigen auch Exemplare aus Deutschland. In Baden und in der Pfalz wird Auxerrois auf etwas mehr als 250 Hektar Rebfläche angebaut (Stand 2021).

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