Spirituosen unterm Weihnachtsbaum

Rum, Brandy, Gin & Co. – Hochgeistige Gaben zum Verschenken


Zwei Herzen schlagen in der Brust unseres Weinfreundes Jochen Pfadler. Neben dem Wein liebt er auch die hochprozentigen Destillate so sehr, dass wir nicht umhinkonnten, uns seine Spirituosen-Tipps zum Genießen und Verschenken aufzuschreiben.

Vorab muss eines klar sein: Ich bin Weinfreund durch und durch. Doch einen edlen Obstbrand, reifen Cognac, Rum oder Whiskey sollten sich auch Liebhaber großer Gewächse nicht entgehen lassen. Dabei ist mir klar, dass so mancher Weintrinker von dieser Geisteshaltung noch überzeugt werden muss, doch bieten Spirituosen nicht nur eine ungeheure geschmackliche Vielfalt, sie sind einfach eine andere Art der Trinkkultur. Das reicht von dem besinnlich meditativen Moment, den ein Glas alten Rums mit seinen Bananen- und Vanille-Aromen stiftet, bis zum rituellen Digestif nach dem Mahl oder einem klassischen Cocktail zum Einleiten des Wochenendes.

Besonders in der so opulenten Weihnachtszeit findet sich für eine gute Spirituose immer Platz. Übrigens nicht nur als Genussmoment im Kreise von Freunden und Familie: Auch als Weihnachtsgeschenk sticht eine Flasche guten Whiskeys oder ein Cognac mit Klasse jedes Krawatten- und Socken-Präsent aus. Zudem ist es oft einfacher, für den zu Beschenkenden einen hochprozentigen Tropfen auszusuchen, als perfekt seinen Weingeschmack zu treffen. Da macht man mit einer Spirituose von Qualität nichts falsch.

Spirituosen-Tipps zu Weihnachten

Not for men only: Cognac, Rum und Brandy

An dieser Stelle muss mit einem weiteren Vorbehalt gegen die hochgeistigen Elixiere aufgeräumt werden. Spirituosen, so heißt es, seien nichts für die Damenwelt und daher eigentlich ein Männergetränk. Ein Rum allerdings, wie der „Plantation Barbados Extra Old“ von Ferrand verspricht ein ganz weiches, harmonisches Trinkvergnügen, bei dem sich Mann und Frau, Schluck für Schluck, auf ein aromatisches Feingefühl freuen dürfen.

Das gilt für einen Cognac natürlich in gleichem Maße, gern auch in seiner spanischen Variante, den Brandy. Nun liegt mir Spanien auch als Weinfreund am Herzen, weshalb ich geradezu zwangsläufig eine Vorliebe für Brandy hege. In unserem Sortiment haben wir beispielsweise den „Brandy de Jerez Solera Gran Reserva“. Ebenfalls ein Tropfen, den man langsam und mit viel Aufmerksamkeit genießen kann. Dieser Brandy zeigt, wie komplex Spirituosen ihre Aromen arrangieren und man darf sich auf eine Geschmacksreise freuen, die von Eichenholz über Vanillenoten bis zu Honig- und Röstaromen alles zu bieten hat. Immerhin zwanzig Jahre lang hat die Bodegas Rey Fernando de Castilla diesem Glanzstück an Reife widerfahren lassen.

Spirituosen-Tipps zu Weihnachten

Klare Empfehlung: Wodka und Gin

Aber Spirituosen können auch ganz anders. So ist zum Beispiel ein Wodka, der nach meinem Verständnis in jeden gut sortierten Haushalt gehört, das absolute Gegenstück zu Rum, Cognac und Whiskey. Sein Ideal heißt absolute Klarheit, wofür mehrfaches Destillieren und meist aufwändiges Filtern stehen. Auf Letzteres wird bei meiner Empfehlung aus dem Weinfreunde-Shop trotzdem verzichtet: Die Macher des „Grey Goose“ setzen ausschließlich auf die Verwendung bester Zutaten und eine fünffache Destillation, die für glasklare Qualität sorgt. Kurios ist bei diesem Wodka zudem, dass er aus Frankreich stammt, genauer gesagt aus der Heimat des Cognacs. Klingt nicht nur gut, schmeckt auch so. Richtig gekühlt überzeugt er im Glas sofort mit seiner feinen, abgerundeten Süße und einem subtilen Anklang von Mandeln. Wer auf klare Spirituosen steht, sollte den „Grey Goose“ unbedingt auf den Wunschzettel schreiben.

Einer geht noch, einer muss noch. Ich wäre ein schlechter Tippgeber, wenn ich nicht die Trendspirituose der vergangenen Jahre in meine Empfehlungen aufnähme: Gin. So beliebt der mit Pflanzen- und Gewürzaromen, den sogenannten „Botanicals“, versetzte Hochprozentige auch ist, so riesig ist die Auswahl an guten Qualitäten jeglicher Gin-Stilistik.

Sicherlich könnte ich meine Schwärmerei noch fortsetzen. Noch habe ich nichts über die Große Welt der Whiskeys und Bourbons gesagt, auch die Riege der Obstbrände habe ich außen vorgelassen. Aber es wird sich schon noch Gelegenheit bieten. An dieser Stelle belasse ich es aber bei meinen persönlichen „fantastischen Vier“ und wer trotzdem schon jetzt mehr über Hochprozentiges erfahren möchte, dem empfehle ich den Artikel über meine Vorliebe für Grappa.

 

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