Was ist ein Rotling?

Ein Rotling beschreibt einen Wein mit rosé- bis hellroter Farbe, der aus gemeinsam vergorenen roten und weißen Trauben hergestellt wird. Man findet ihn mit dieser Bezeichnung in Franken, Rheinhessen und auch an der Mosel. In Baden ist er als Badisch Rotgold bekannt, in Sachsen als Schieler und im Anbaugebiet Württemberg heißt er Schillerwein.

Lexy N. aus Frankfurt am Main meinte sich zu erinnern, dass nach geltendem Recht Rotwein nicht einfach mit Weißwein gemischt werden darf, um beispielsweise einen Rosé herzustellen. Daher wunderte sie sich über die Beschreibung eines Rotlings vom Juliusspital, den sie bei uns im Weinfreunde Shop entdeckte.

Eigentlich hat sie mit ihrer Anfrage an unser Frag die Weinfreunde Team völlig recht, denn der Unterschied bei einem Rotling liegt im Detail. Bei ihm werden nicht etwa Rot- und Weißwein zusammen „gepanscht“, sondern setzt das Herstellungsverfahren vorher an: Für einen Rotling werden rote und weiße Trauben in einen Gärtank gegeben, um von Anfang gemeinsam den Weg zum fertigen Wein zu bestreiten.

Dieses Prinzip lässt sich demnach mit einem Gemischten Satz aus Österreich vergleichen, auch wenn dieser nur aus verschiedenen weißen Rebsorten besteht. Unser Beitrag über die Weinregion Wien gibt weitere Auskunft.

Als Roséwein darf sich ein Rotling im Übrigen auf keinen Fall bezeichnen, selbst wenn die Farbe dies vermuten ließe. Auch hier ist ein anderes Herstellungsverfahren der Grund. Dies lässt sich in unserem Artikel Was steckt hinter der rosaroten Fassade bestens nachlesen.

Rotling halbtrocken 2020
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Juliusspital
Rotling halbtrocken 2020
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