Deidesheimer Riesling trocken (Bio) 2019

Reichsrat von Buhl

Ein Ortswein, der in Wahrheit aus Ersten Lagen stammt: Ein besonders harmonischer Riesling aus dem Hause von Buhl, der gekonnt tiefstapelt.

Kategorie Weißwein
Herkunftsland Deutschland
Herkunftsregion Pfalz
Geschmack trocken
Alkoholgehalt 13,0 % vol
Bio Logo Zertifizierter Bio-Fachhändler durch DE-ÖKO-006
Deidesheimer Riesling trocken (Bio)
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11,90 €
Flasche: 0.75 Liter (15,87 € / 1 Liter)

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Ein Ortswein, der in Wahrheit aus Ersten Lagen stammt: Ein besonders harmonischer Riesling aus dem Hause von Buhl, der gekonnt tiefstapelt.

Kategorie Weißwein
Herkunftsland Deutschland
Herkunftsregion Pfalz
Geschmack trocken
Alkoholgehalt 13,0 % vol
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Über Deidesheimer Riesling trocken (Bio)

Weinbeschreibung

Das Besondere an diesem Wein

Als VDP-Weingut folgt bei Reichsrat von Buhl auf den Gutswein der Ortswein. Genau so einer ist der Deidesheimer Riesling trocken, denn er stammt nur aus der offiziellen Gemarkung von Deidesheim. Daher darf er den Ortsnamen auf dem Etikett führen. Doch in Wahrheit steckt in diesem Wein viel mehr: 100 Prozent der verwendeten Trauben stammen aus den als Erste Lage klassifizierten Weinbergen Deidesheimer Herrgottsacker und Deidesheimer Mäushöhle. Die Top-Qualitäten der Trauben sind natürlich Erste Lage Weinen vorbehalten, doch ist das übrige Material aus der Parzelle des Weinguts fast genauso gut. Dadurch entsteht ein Ortswein, dem qualitativ nur wenig zur absoluten Spitze fehlt. Am Gaumen wirkt es sehr saftig und strukturiert. Er ist absolut trocken, doch besitzt der Wein einen vergleichsweise moderaten Säuregehalt, so dass der Gesamteindruck enorm harmonisch, ja geradezu mild ausfällt. Ein feiner, balancierter Riesling von Reichsrat von Buhl.

Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch

Hellgelb im Glas. Der Duft ist rebsortentypisch – eine Melange aus Zitrusfürchten, gelbem Steinobst und feinen Kräuternoten lässt sich entdecken. Auch mineralisch-steinige Noten sind präsent. Am Gaumen mit recht breitem Körper und zurückhaltender Säure. Dennoch wunderbar frisch, harmonisch und mit viel Schmelz im langen Abgang.

Geschmack & Moment

Schmeckt zu:

Fisch
Geflügel
Meeresfrüchte

Schmeckt nach:

mineralisch
spritzig-frisch

Passt zu:

Dinner for two
Ein Abend unter Freunden

Steckbrief

Farbe weiß
Herkunftsland Deutschland
Herkunftsregion Pfalz
Rebsorte Riesling
Geschmack trocken
Weinstil fruchtig & frisch
Qualitätsstufe Q.b.A.
Alkoholgehalt 13,0 % vol
Trinktemperatur 8 °C
Restsüße 0,6 g/l
Säuregehalt 5,7 g/l
Trinkreife jetzt und 3 weitere Jahre
Ausbau Holzfass
Verschluss Schraubverschluss
Hersteller Reichsrat von Buhl, Weinstraße 18, 67146 Deidesheim, Deutschland
Jahrgang 2019
Allergenkenn-
zeichnung
enthält SULFITE
Ist vegan Ja
Artikelnummer 2000013836
GTIN 4055564101928

Reichsrat von Buhl

Reichsrat von Buhl

Reichsrat von Buhl: schon Bismarcks Liebling

Die Gründung des Weinguts Reichsrat von Buhl ist kurios. Durch eine notwendig gewordene Erbteilung wurde 1849 das Jordan´sche Weingut in drei kleinere Weingüter aufgeteilt: Bassermann-Jordan, Reichsrat von Buhl und Dr. Deinhard – jetzt als von Winning bekannt. Franz Peter Buhl leitet „sein Drittel“ von Anfang an sehr ambitioniert, so dass er dem Weingut nach wenigen Jahren einen exzellenten Ruf verschaffen kann. Zu den Verehrern der Weine aus Deidesheim gehören berühmte Persönlichkeiten wie Felix Mendelssohn Bartholdy oder auch Reichskanzler Otto von Bismarck. Letzterer verhilft dem Weingut zu zusätzlicher Bekanntheit als er sagt: „Dieses Ungeheuer schmeckt mir ungeheuer“. Gemeint war der von Buhl Wein aus der im Familienbesitz befindlichen Parzelle Gewanne Ungeheuer – gelegen innerhalb der heute 29 Hektar messenden Grossen Lage Forster Ungeheuer.

Der erste Reichsrat ist übrigens Armand von Buhl, der den Titel für seine politischen Verdienste Ende des 19. Jahrhunderts von König Ludwig II. erhält. Er nutzt ihn allerdings nicht in der Bezeichnung des Weinguts. Armand heiratet eine wohlhabende Winzerstochter und sie bringt bald darauf den gemeinsamen Sohn Franz Eberhard zur Welt. Dieser vereint 1909 die von seinen Eltern geerbte Rebflächen zu einem der größten deutschen Weingüter überhaupt – 200 Hektar beträgt die Gesamtfläche des Besitztums. Als Franz Eberhard 1912 ebenfalls den Titel eines Reichsrats verliehen bekommt, ergänzt er schließlich den Weingutsnamen um diesen Zusatz.

Als Franz Eberhard von Buhl 1921 relativ jung verstirbt, übernimmt seine Witwe Frieda Piper von Buhl die Leitung des Weinguts. Sie beweist sofort ein Händchen für das Weinmachen und baut die Qualität der von Buhl Weine weiter aus. Als Piper von Buhl 1952 kinderlos stirbt, greift das Testament ihres verstorbenen Mannes und das Weingut geht an den Sohn seines politischen Freundes Georg Enoch Freiherr von und zu Guttenberg: Karl Theodor zu Guttenberg. Als dieser wiederum 1972 verstirbt, übernimmt sein Sohn, der bekannte Dirigent Enoch zu Guttenberg, das Weingut.

Unter seiner Führung wird die Rebfläche des Weinguts stark verkleinert, um sich auf die besten Parzellen in den Weinlagen der Mittelhardt zu konzentrieren. Dazu gehört Eigentum in den Forster Lagen Pechstein und Jesuitengarten sowie in den Deidesheimer Lagen Paradiesgarten und Herrgottsacker. Von 1989 bis 2013 ist Reichsrat von Buhl an den japanischen Geschäftsmann Toyohiro Tokuoka verpachtet. Noch während dieser Pachtzeit wird das Weingut 2005 aber vom Unternehmer Achim Niederberger gekauft. Nach seinem Tod im Jahr 2013 übernimmt seine Witwe Jana Seeger das Weingut – geleitet wird es derzeit von Gregor Hofer und Peter Hüftlein-Seeger. Mittlerweile wird die gesamte Rebfläche ökologisch und nachhaltig bewirtschaftet und alle Weinberge und Weine sind ökologisch zertifiziert. Reichsrat von Buhl ist zudem Mitglied im Verband der deutschen Prädikatsweingüter, VDP.

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