Ungeheuer Riesling Großes Gewächs trocken (Bio) 2017

Reichsrat von Buhl

Bereits Otto von Bismarck sagte über diesen Wein: ‚Dieses Ungeheuer ist ungeheuer gut‘. Ein Grosses Gewächs von legendärer Statur aus dem Haus von Buhl.

Kategorie Weißwein
Herkunftsland Deutschland
Herkunftsregion Pfalz
Geschmack trocken
Alkoholgehalt 13,0 % vol
Bio Logo Zertifizierter Bio-Fachhändler durch DE-ÖKO-006
Ungeheuer Riesling Großes Gewächs trocken (Bio)
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Bereits Otto von Bismarck sagte über diesen Wein: ‚Dieses Ungeheuer ist ungeheuer gut‘. Ein Grosses Gewächs von legendärer Statur aus dem Haus von Buhl.

Kategorie Weißwein
Herkunftsland Deutschland
Herkunftsregion Pfalz
Geschmack trocken
Alkoholgehalt 13,0 % vol
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Über Ungeheuer Riesling Großes Gewächs trocken (Bio)

Weinbeschreibung

Das Besondere an diesem Wein

Nicht zuletzt durch die viel zitierte Aussage von Reichskanzler Bismarck über diesen Wein verfügt das Grosse Gewächs Ungeheuer über eine weltweite Bekanntheit. Doch kam der Ausspruch Bismarcks nicht von ungefähr: Dieser Riesling erhält durch die komplexe Bodenstruktur der Lage Forster Ungeheuer eine ausgeprägte Würzigkeit und eine mineralische Klarheit, die sofort begeistern und den Wein zu etwas ganz Eigenständigem machen. Es ist ein geradezu raumgreifender Wein, der mit beeindruckender Länge daherkommt und für die Ewigkeit gebaut zu sein scheint. Beeindruckend auch der Aufwand im Vinifikationsprozess: Dieses Grosse Gewächs wurde im 2.400 Liter fassenden Doppelstück-Fass sowie im kleineren Tonneau ausgebaut – mehr als neun Monate verbrachte er auf der Vollhefe. Den Holzeinsatz merkt man dem Wein aromatisch kaum an, doch sorgt diese Zeit für ein Plus an Struktur und Länge. Zudem macht es den Wein zu einem Langstreckenläufer. In seiner Jugend ist dieses Grosse Gewächs noch recht verschlossen. Erst nach drei bis fünf Jahren läuft er auf Hochtouren auf. Und in 10 Jahren erst dürfte er auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung sein. Ungeheuerlich!

Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch

Mit strahlend hellem Gold im Glas. Der Duft ist von steiniger Mineralität, Nelken, Rosenwasser und etwas Hefe geprägt. Das Aroma von gelben Früchten ist bisher nur im Hintergrund zu erahnen. Am Gaumen mit sehr stürmischem Auftritt und einem komplexen Potpourri an sensorischen Eindrücken. Hier zeigt sich auch ein moderater Eindruck des Holzeinsatzes. Im Abgang extrem mineralisch und mit einer präzisen, wie von einem Laserstrahl gezogenen Säure.

Was Kritiker zu dem Wein sagen

94 Punkte von Vinous

„Hier kommt ein von Buhl Riesling, der auffallend von animalischen und mineralischen Elementen dominiert wird. Moschus und Schweiß teilen sich die aromatische Aufstellung mit zerstoßenem Feuerstein und Hühnerbrühe – was ich normalerweise mit Chablis assoziieren würde. Auf den Gaumen treffen pikante Zitrone und brutzelnder Rettich, während die öligen, rauchigen, fleischigen, moschusartigen und salzhaltigen Elemente weiterhin eine kopfzerbrechende Komplexität liefern, die einen sich fragen lässt, wie so etwas überhaupt aus Trauben entstehen kann. Der erstaunliche Abgang addiert noch Austernwasser, Jod und Schotter hinzu und lässt meine Speicheldrüsen ausgewrungen zurück“.

93 Punkte von Falstaff

„Sehr verschlossen. Eher auf der würzigen als auf der fruchtigen Seite: Thai-Basilikum, Shisho-Kresse. Geschmeidiger Gaumen, eine zarte Schicht Phenole, rund und voll, mit zurückgenommener Säure und wenig Süße, derzeit noch verschlossen, mit sehr guter Zukunft“.

92 Punkte vom Wine Advocate

„Das 2017 Ungeheuer GG bildet den Auftakt mit einem gereiften und entwickelten Bouquet, das etwas laktische Aromen zeigt. Am Gaumen rund und elegant. Dies ist ein intensiver, kristalliner und eleganter Riesling mit feinem Tannineindruck, der auf mich aber nicht sehr stimulierend wirkt“.

Geschmack & Moment

Schmeckt zu:

Asiatisch
Fisch
Kalb

Schmeckt nach:

fruchtig
mineralisch

Passt zu:

Dinner for two
Für besondere Momente

Steckbrief

Farbe weiß
Herkunftsland Deutschland
Herkunftsregion Pfalz
Rebsorte Riesling
Geschmack trocken
Weinstil fruchtig & frisch
Qualitätsstufe Q.b.A.
Alkoholgehalt 13,0 % vol
Trinktemperatur 8 °C
Restsüße 1,9 g/l
Säuregehalt 7,0 g/l
Trinkreife jetzt und 7 weitere Jahre
Ausbau Holzfass
Verschluss Korken
Verpackung Flasche
Hersteller Reichsrat von Buhl, Weinstraße 18, 67146 Deidesheim, Deutschland
Jahrgang 2017
Allergenkenn-
zeichnung
enthält SULFITE
Artikelnummer 2000013838
GTIN 4055564341829

Reichsrat von Buhl

Reichsrat von Buhl

Reichsrat von Buhl: schon Bismarcks Liebling

Die Gründung des Weinguts Reichsrat von Buhl ist kurios. Durch eine notwendig gewordene Erbteilung wurde 1849 das Jordan´sche Weingut in drei kleinere Weingüter aufgeteilt: Bassermann-Jordan, Reichsrat von Buhl und Dr. Deinhard – jetzt als von Winning bekannt. Franz Peter Buhl leitet „sein Drittel“ von Anfang an sehr ambitioniert, so dass er dem Weingut nach wenigen Jahren einen exzellenten Ruf verschaffen kann. Zu den Verehrern der Weine aus Deidesheim gehören berühmte Persönlichkeiten wie Felix Mendelssohn Bartholdy oder auch Reichskanzler Otto von Bismarck. Letzterer verhilft dem Weingut zu zusätzlicher Bekanntheit als er sagt: „Dieses Ungeheuer schmeckt mir ungeheuer“. Gemeint war der von Buhl Wein aus der im Familienbesitz befindlichen Parzelle Gewanne Ungeheuer – gelegen innerhalb der heute 29 Hektar messenden Grossen Lage Forster Ungeheuer.

Der erste Reichsrat ist übrigens Armand von Buhl, der den Titel für seine politischen Verdienste Ende des 19. Jahrhunderts von König Ludwig II. erhält. Er nutzt ihn allerdings nicht in der Bezeichnung des Weinguts. Armand heiratet eine wohlhabende Winzerstochter und sie bringt bald darauf den gemeinsamen Sohn Franz Eberhard zur Welt. Dieser vereint 1909 die von seinen Eltern geerbte Rebflächen zu einem der größten deutschen Weingüter überhaupt – 200 Hektar beträgt die Gesamtfläche des Besitztums. Als Franz Eberhard 1912 ebenfalls den Titel eines Reichsrats verliehen bekommt, ergänzt er schließlich den Weingutsnamen um diesen Zusatz.

Als Franz Eberhard von Buhl 1921 relativ jung verstirbt, übernimmt seine Witwe Frieda Piper von Buhl die Leitung des Weinguts. Sie beweist sofort ein Händchen für das Weinmachen und baut die Qualität der von Buhl Weine weiter aus. Als Piper von Buhl 1952 kinderlos stirbt, greift das Testament ihres verstorbenen Mannes und das Weingut geht an den Sohn seines politischen Freundes Georg Enoch Freiherr von und zu Guttenberg: Karl Theodor zu Guttenberg. Als dieser wiederum 1972 verstirbt, übernimmt sein Sohn, der bekannte Dirigent Enoch zu Guttenberg, das Weingut.

Unter seiner Führung wird die Rebfläche des Weinguts stark verkleinert, um sich auf die besten Parzellen in den Weinlagen der Mittelhardt zu konzentrieren. Dazu gehört Eigentum in den Forster Lagen Pechstein und Jesuitengarten sowie in den Deidesheimer Lagen Paradiesgarten und Herrgottsacker. Von 1989 bis 2013 ist Reichsrat von Buhl an den japanischen Geschäftsmann Toyohiro Tokuoka verpachtet. Noch während dieser Pachtzeit wird das Weingut 2005 aber vom Unternehmer Achim Niederberger gekauft. Nach seinem Tod im Jahr 2013 übernimmt seine Witwe Jana Seeger das Weingut – geleitet wird es derzeit von Gregor Hofer und Peter Hüftlein-Seeger. Mittlerweile wird die gesamte Rebfläche ökologisch und nachhaltig bewirtschaftet und alle Weinberge und Weine sind ökologisch zertifiziert. Reichsrat von Buhl ist zudem Mitglied im Verband der deutschen Prädikatsweingüter, VDP.

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