Franken

An geschützten Lagen entlang des Mains und an den Hängen des Steigerwaldes erstreckt sich das Weinanbaugebiet Franken. Mit einer Rebfläche von ca. 6.000 Hektar ist es von Bamberg, über Würzburg bis Aschaffenburg angesiedelt. Der größte Teil der Rebflächen befindet sich im Bezirk Unterfranken. Franken ist das sechstgrößte Weinbaugebiet Deutschlands. Der Weinbau in der Region kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Dokumente belegen den Weinbau bereits im 8. Jahrhundert. Im Mittelalter wuchs das Weinbaugebiet Franken sogar auf eine Größe von fast 40.000 Hektar an und war damit das größte Gebiet des Heiligen Römischen Reiches nördlich der Alpen.

Die Bocksbeutel-Flaschenform macht Franken weltberühmt

Das Klima ist überwiegend kontinental geprägt mit warmen Sommern, aber auch kalten Wintern. Für den typischen Frankenwein in der bekannten Bocksbeutel-Flaschenform wurde eigentlich die weiße Rebsorte Silvaner verwendet. Aufgrund der klimatischen Schwierigkeiten ging man im 20. Jahrhundert dazu über, hauptsächlich Rivaner anzubauen, die immer noch die dominierende Rebsorte in Franken ist. Neben Rivaner und Silvaner werden in Franken noch hauptsächlich Bacchus und Riesling angebaut. Rund 19 % der Rebfläche ist mit roten Rebsorten bestockt. Weine aus Franken sind meist recht mineralstoffhaltig mit würzigem Geschmack. Die Bezeichnung „fränkisch trocken“ wird auch heute noch verwendet, wenn es um Weine mit einem Restzuckergehalt von maximal 4 g/l geht.

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