Was ist der Unterschied zwischen Champagner und Winzersekt?

Um sich der Beantwortung dieser Frage zu nähern, lässt sich zunächst eine Gemeinsamkeit von Champagner und Winzersekt nennen: Beide Schaumweine müssen im sogenannten Flaschengärverfahren hergestellt werden. Dies sagt bereits etwas über die hohe Qualität beider Produkte aus. Im Gegensatz zu einem Champagner muss ein Winzersekt zudem von einem Erzeuger, einem Winzer stammen und nicht etwa aus einem großen Sekthaus.

Lara S. aus Warendorf liebt Schaumwein und hat von Sekt über Prosecco und Cava bis hin zu Champagner schon viel probiert. Nun kontaktierte sie unser Frag die Weinfreunde Team, um zu erfahren, was der Unterschied zwischen Champagner und deutschem Winzersekt ist.

Zunächst einmal: Ein Winzersekt stammt immer aus Deutschland. In Österreich heißt er Hauersekt und Champagner darf sich nur ein Schaumwein nennen, der aus der französischen Appellation Champagne stammt. Und alle müssen sie mithilfe der aufwendigen Flaschengärung hergestellt werden. Ein Verfahren, das wir bereits in unserem Artikel, Champagner, Sekt & Co. beschrieben haben.

Ein Winzersekt muss zudem laut Weingesetz von einem Erzeuger oder einer Erzeugergemeinschaft stammen. Es handelt sich also nie um in großer Stückzahl hergestellte Massenware. Zudem müssen die Grundweine für einen Winzersekt als „Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete“ (QbA) klassifiziert sein und von dem auf dem Etikett ausgewiesenen Winzerbetrieb stammen.

Champagner muss zwar ebenfalls aus Grundweinen entstehen, die aus dem streng festgelegten Anbaugebiet stammen, doch werden die meisten Exemplare von großen Champagnerhäusern verkauft – so wie es auch in Deutschland bei Sekt der Fall ist. Allerdings gibt es in der Champagne ebenfalls Schaumweine von kleineren Erzeugern und diese werden dann als Winzer-Champagner bezeichnet.

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