Pontet-Canet
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Pontet-Canet

Das Château Pontet-Canet im Anbaugebiet Pauillac steht wie kaum ein zweites Weingut im Bordeaux für die schonende und naturnahe Bearbeitung der Böden. Im Jahr 2010 wurde es als erstes der großen Bordeaux Weingüter biozertifiziert und nahm somit eine Vorreiterrolle an.

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Pontet-Canet

Mehr als ein 5ème Grand Cru Classé

Die Geschichte des Weinanbaus beginnt für das Château Pontet-Canet im Jahr 1670. Der Notar Jacques de Ségur ließ die ersten Weinparzellen des Gutshofes anlegen – heute befinden sie diese Parzellen übrigens auf dem Gebiet des Premier Grand Cru Classés Château Lafite-Rothschild. 1757 erwarben seine Nachkommen ein Gebiet namens „Canet“ und vergrößerten damit den Besitz. Im Jahr 1840 war Pontet-Canet mit lediglich 20 Hektar Grundbesitz noch ein relativ kleines Weingut. Doch im Laufe der Zeit kamen weitere Parzellen hinzu. Der Weinhändler und Cognac-Produzent Guy Tesseron kaufte das Gut schließlich 1975. Seitdem ist es im Besitz der Familie Tesseron. Und hier beginnt die moderne Geschichte von Pontet-Canet.

Das Anbaugebiet Pauillac befindet sich auf der linken Seite der Gironde auf der Halbinsel Médoc – und dort im nördlichen Teil direkt an der Mündung des Flusses in den Atlantik. Die Weine des Pauillac zeichnen sich traditionell durch einen hohen Anteil der Rebsorte Cabernet Sauvignon aus. Dadurch sind die Weine in ihrer Jugend recht kantig, weisen dafür aber ein hohes Alterungspotential auf. Das Château Pontet-Canet bewirtschaftet 120 Hektar Land, davon sind 81 Hektar mit Weinreben bestückt. Diese verteilen sich auf 92 verschiedene Parzellen. Im Wesentlichen lassen sich zwei verschiedene Bodentypen finden: Rund um das Château ein recht karger Boden, der mit Cabernet Sauvignon bestockt ist. Weiter zur Gironde hin stehen auf rund 28 Hektar Kiesböden Merlot-Reben.

Mit der Umstellung auf biodynamische Weinherstellung ist das Château Pontet-Canet zum Vorreiter im Bordeaux geworden. Ein Großteil der Parzellen wird – um der Bodenverdichtung entgegenzuwirken – nicht mehr mit Traktoren bewirtschaftet, sondern mit Pferden. Auf Pontet-Canet bezeichnet man das als Rückbesinnung auf alte Traditionen. Diese wurden übrigens auch bei der Restaurierung der alten Weinkeller nicht vergessen. Behutsam wiederhergestellt, aber mit modernster Technik versehen. Ein Teil des Mostes beispielsweise vergärt in speziell angefertigten überdimensionalen Amphoren aus Keramik.

Diese Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität waren höchst erfolgreich. Das Weingut hat in den letzten 20 Jahren einen unglaublichen Qualitätssprung gemacht. Mit den Jahrgängen 2009 und 2010, die höchste Bewertungen erhielten, war das als Cinquième Grand Cru Classé eingestufte Pontet-Canet an der Spitze im Pauillac angekommen. Sein Erstwein gilt seit Anfang der 2000er-Jahre als „Super Second“, ein Wein, der die Qualität eines Premier Grand Cru Classé erreicht (aber nicht dessen Preisklasse). Empfehlenswert ist auch der herausragende Zweitwein „Les Hauts de Pontet“.