Petrignano (Bio) 2021
Dievole SPA- Italien
- Toskana
- trocken
Was sagt die Restsüße aus?
Je mehr Restsüße in einem Wein, desto süßer wirkt er am Gaumen. Dieses Empfinden wird geringer, je höher der Säuregehalt ist.
Hier mehr über die Restsüße erfahren.Was sagt der Säuregehalt aus?
Je höher der Säuregehalt eines Weines, desto frischer wirkt er am Gaumen und lässt die Restsüße moderater erscheinen.
Hier mehr über den Säuregehalt erfahren.Das Besondere an diesem Wein
Der Petrignano ist ein lagenbezogener Chianti Classico aus den gleichnamigen Cru-Weinberg auf dem Gelände von Dievole. Der Weinberg liegt auf etwa 350 – 370 Metern über dem Meeresspiegel und ist Teil des Monte Morello. Die Böden in dieser Einzellage sind reich an Mineralien und Steinen, an manchen Stellen ragen Kalksteinfelsen an die Oberfläche. Seit der Anlage wird die Parzelle biologisch kultiviert und die Trauben einzeln gelesen, um die Eigenheiten dieses spezifischen Terroirs bestmöglich auszudrücken.
Ein wenig ungewöhnlich ist wohl, dass der Petrignano nicht die längeren Lagerzeiten der Qualitätsstufen Riserva oder Gran Selezione aufweist, sondern als Annata, also ""einfacher"" Chianti Classico auf den Markt kommt. Dievole sucht hier nach dem unverfälschten, klarsten Ausdruck der Einzellage, ohne sich an Regeln bezüglich der Ausbauzeiten zu halten.
Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig
In der Nase zeigt der Petrignano eine dunkle Blaubeer-Frucht, begleitet von blumigen Noten, die an Veilchen erinnern. Das gesamte Aromaprofil wirkt eher dunkel, aber fein differenziert; dazu gesellt sich eine Mineralik, die an warmen Sand erinnert. Ergänzend Nuancen von Lorbeer. Am Gaumen ist der Wein weich und geschmeidig, mit einem Eindruck, der an einen Wein von ; die Frucht erscheint kräftig und zugleich von süßlichen Gewürzanklängen durchzogen. Im Finale setzt sich die mineralische Präsenz wieder durch, erinnert an warmen Sandstein, während Frische und seidiges Tannin harmonisch miteinander verwoben sind.
| Jahrgang | 2021 |
| Farbe | rot |
| Herkunftsland | Italien |
| Herkunftsregion | Toskana |
| Rebsorte | Sangiovese |
| Geschmack | trocken |
| Alkoholgehalt | 14.5% vol |
| Weinstil | charakterstark & kräftig |
| Trinktemperatur | 16-18 °C |
| Restsüße | 1 g/l |
| Säuregehalt | 5.92 g/l |
| Trinkreife | jetzt und weitere 6 Jahre |
| Schmeckt nach | mineralisch, würzig |
| Ist Bio | Ja |
| Auszeichnung | nicht prämiert |
| Ausbau | Holzfass |
| Verschluss | Korken |
| Hersteller/Abfüller | Dievole SPA, Vagliagli 6, 53019 Castelnuovo Berardenga (SI), Italien |
| Artikelnummer | 2000015678 |
Zwölf Kilometer nordöstlich von Siena, in den Hügeln des Chianti Classico, liegt Dievole – ein Weingut, dessen Name sich von „Dio vuole“ ableitet: „Gott will es“. Erstmals erwähnt wurde das Gut am 10. Mai 1090, als zwei Pächter für einen Weinberg zwei Kapaune, drei Brote und sechs Silberdenari aus Lucca entrichteten. Diese Anekdote markiert den Beginn einer über tausendjährigen Geschichte, die eng mit der Landschaft und den Menschen des Chianti verwoben ist. Später taucht Dievole erneut in historischen Dokumenten auf, etwa als Hochzeitsgeschenk des Grafen Giulio Terrosi-Vagnoli an Ildegonda Camaiori, deren sorgfältig geführtes Register der Bauernfamilien bis heute von der tiefen Verwurzelung des Gutes zeugt.
Heute verbindet Dievole Tradition mit einem klaren Qualitätsanspruch. Seit 2013 gehört das Anwesen dem Unternehmer Alejandro Pedro Bulgheroni, der eine behutsame Erneuerung einleitete und den Fokus auf biologische Bewirtschaftung und präzisen Terroirausdruck legte. Rund 80 Hektar Weinberge, überwiegend mit Sangiovese bepflanzt, verteilen sich auf unterschiedliche Parzellen mit eigenständigen Mikroklimata. Ziel ist es, die Identität jeder Lage unverfälscht ins Glas zu bringen.
Verantwortlich für die Stilistik ist der renommierte Önologe Alberto Antonini, der für seine naturnahe, zurückhaltende Handschrift bekannt ist. Für Antonini entsteht großer Wein vor allem im Boden. Regenerative Bewirtschaftung, lebendige Mikroorganismen und sorgfältige Beobachtung stehen im Mittelpunkt seiner Arbeit. Im Keller setzt er auf Spontangärung, große Holzfässer, Beton und andere natürliche Materialien, um den Charakter des Ortes nicht zu überdecken. Überreife, übermäßige Extraktion oder dominantes Holz betrachtet er als Hindernisse für authentische Herkunft. Sein Ansatz ist klar: Nicht der Winzer soll im Wein sprechen, sondern der Ort selbst. So versteht sich Dievole heute als lebendige Renaissance eines historischen Gutes – verwurzelt in der Vergangenheit und zugleich kompromisslos auf die Qualität und den Ausdruck seines Terroirs ausgerichtet.
Durchschnittliche Nährwerte je 100 ml
| Allergenkennzeichnung | enthält SULFITE |
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