Wo wird in Deutschland Wein angebaut?

Der Weinbau in Deutschland verteilt sich auf 13 offiziell zugelassene Anbaugebiete. Absteigend nach der Größe ihrer Rebfläche sortiert sind dies Rheinhessen, Pfalz, Baden, Württemberg, Mosel, Franken, Nahe, Rheingau, Saale-Unstrut, Ahr, Sachsen, Mittelrhein und Hessische Bergstraße.

Man will meinen, Sabine E. aus Siegen hat uns hier eine triviale Frage gestellt. Doch seien wir ehrlich: Wem fallen spontan alle 13 Anbaugebiete für Wein in Deutschland ein? Vor allem die kleineren und die im Osten der Republik gelegenen Gebiete sind Weinfreunden nicht immer präsent.

Und das ist durchaus verständlich, denn uns begegnen deutlich mehr Weine aus den großen Gebieten. Nur zum Vergleich: In Rheinhessen werden auf knapp 27.000 Hektar Wein angebaut. An der Hessischen Bergstraße beträgt die Gesamtrebfläche nur 467 Hektar. Selbst im kleinen Rheingau wird auf fast siebenmal mehr Fläche Wein angebaut (3.200 Hektar).

In Bezug auf die Charakteristik der Weine ist die Größe des Anbaugebiets weniger entscheidend. Vielmehr prägen klimatische Verhältnisse und vor allem die vorherrschende Bodenbeschaffenheit die jeweiligen Weine. Was wären beispielsweise die großen Riesling-Weine der Mosel ohne die typische Prägung der Schieferböden?

Apropos Riesling: In fast allen dreizehn Anbaugebieten spielt diese Rebsorte eine entscheidende Rolle. Aber nicht immer die wichtigste. So sind es auch die verschiedenen Rebsorten Deutschlands, die jedes der dreizehn Anbaugebiete individuell prägen.

Lesetipp: In unserem Magazin haben wir bereits etwas ausführlicher über das Weinland Deutschland berichtet.

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