Domaine Vaissiere
Seit 1776 ist das Château Vaissière im Familienbesitz. Damals kaufte es Pierre Lignières, in dessen Familie es weitergegeben wurde, bis in den 1920ern der kinderlose Leon Lignières seinen Neffen Paul Mandeville adoptierte und so die Nachfolge sicherte. Paul brachte viele Innovationen und neue Ideen mit. So wurde das Château unter seiner Leitung zum modernen Weingut. Tatsächlich war er der erste in Europa, der mit einer Erntemaschine arbeitete, die er damals aus dem USA importieren musste.
Heute stehen Olivier und Nicolas Mandeville an der Spitze des Weinguts, Pauls Sohn und Enkel. Auch Olivier hatte viele neue Ideen und war einer der Pioniere für bestimmte Weißweinsorten in der Region, sodass Château Vassière heute auf bis zu 40 Jahre alte Reben für Viognier oder Sauvignon Blanc zurückgreifen kann. Ein großer Schatz, wie sich auch an den exzellenten Weißweinen von Vaissière erkennen lässt.
Das Weingut ist im Minervois, einer der renommiertesten Appellationen des Languedoc. Das AOC-Gebiet liegt zwischen Narbonne und Carcassonne, an den Hängen der Montagne Noire, was zu einer guten Bewässerung und einem ausgeglichenen, mediterranen Klima beiträgt. Die Böden sind sehr unterschiedlich, das verbindende Element sind hier eher der klimatische Einfluss des Gebirges und die Geschichte, immerhin gilt das Minervois als eine der ältesten Weinbauregionen Frankreichs.
Dabei kann auch Château Vaissière auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mitten im Weinberg steht nämlich die Kapelle Saint-Etienne aus karolingischer Zeit, aus dem 9. Jahrhundert. Sie wird noch heute von der Familie benutzt, unter anderem feierten Paul und Olivier Lignières hier ihre Hochzeiten.