Clos du Marquis
Clos du Marquis

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Das Château Clos du Marquis liegt in der Appellation Saint-Julien am linken Ufer im Bordeaux. Einst als Zweitwein vom legendären Château Léoville-las-Cases etabliert, besitzt Clos du Marquis mittlerweile einen eigenständigen Erstwein inklusive eines Zweitweins.

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Clos du Marquis

Die Traube fällt nicht weit vom Stock

Etwa 500 Meter westlich der Enclos de Léoville-las-Cases, dem ursprünglichen Mutterhaus, liegt das Terroir des Château Clos du Marquis. Seine bewegte Geschichte ist so dicht gewebt, dass der genaue Anfangsfaden nicht wirklich zu erkennen ist. Neben einer Hochzeit zwischen den Besitzern von Léoville und dem heutigen Clos du Marquis, verlor sich die Familiensaga in den Wirren der Revolution von 1789. Damals enteignete man die Gutsbesitzer. Erst mit dem Jahre 1902 wurde die Marke Clos du Marquis von Théophile Skawinski, dem Verwalter des Château Léoville-las-Cases und Urgroßvater des heutigen Verwalters, Jean-Hubert Delon, gegründet. Sie ist nach dem Wohnsitz des Marquis, dem „Petit Clos“ benannt.

Fälschlicherweise wird der Clos du Marquis nicht selten heute noch als Zweitwein des Château Léoville-las-Cases betrachtet. Diesen Status verlor er bereits vor vielen Jahren. Tatsächlich ist er ein Erstwein, der mit den gleichen Verfahren wie das benachbarte Château Léoville-las-Cases vinifiziert und ausgebaut wird. So befindet er sich auf dem Niveau vieler klassifizierter Grand Cru Classés. Das wird auch sichtbar in den Bewertungen der internationalen Weinkritik.

Die Kiesböden des Château Clos du Marquis sind älter und feiner als die des benachbarten Grand Vin. Das maritime Terroir von humushaltigem Podsol auf sandig-lehmigem Kies ist leicht durchlässig für die vielen Regenfälle des ozeanischen Klimas. Ideale Bedingungen für die Stars des Médoc. Bestockt mit 35 Jahre alten Rebstöcken von Cabernet Sauvignon (67 Prozent), Merlot (32 Prozent) und Cabernet Franc (1 Prozent) läuft das Bordelaiser Terroir der Weinhalbinsel hier zur Hochform auf.

20 Meter über dem Meeresboden, sind die Reben aufgefordert, ihre Nährstoffe tief im Boden zu suchen. Dieser Trockenstress bewirkt, dass sich die ganze Energie der Pflanze in ihren Trauben konzentriert. Die Ertragsreduzierung des Clos de Marquis verstärkt diesen Effekt. So gelangt nur erstklassiges Lesegut in die Tanks. Parzellenweise vinifiziert, nutzt man entsprechend der Rebsorte Zement, Holz- oder Edelstahl für den Ausbau. Traditionell wird wie im 18. Jahrhundert mit Eiweiß geklärt. Die Schwebstoffe binden sich somit in einem naturverbundenen Verfahren und mit Rücksicht auf eine schonende Behandlung des Weines. Ganze 20 Monate wird er in bis zu 25 Prozent neuen Eichenfässern ausgebaut.

Der Zweitwein vom Château Clos du Marquis ist der „La Petite Marquise“, eine Hommage an die Frauen, die im Laufe der Jahrhunderte, die Domaine geprägt haben. Hier gelangen die jungen Reben des Weinbergs in die Produktion. Subtil und voller Raffinesse erklingt hier im Glas vorwiegend der Merlot und macht diesen Zweitwein auch jung getrunken zu einem Genuss.