Campinovi Trebbiano Bianco (Bio) 2022
Dievole SPA- Italien
- Toskana
- trocken
Was sagt die Restsüße aus?
Je mehr Restsüße in einem Wein, desto süßer wirkt er am Gaumen. Dieses Empfinden wird geringer, je höher der Säuregehalt ist.
Hier mehr über die Restsüße erfahren.Was sagt der Säuregehalt aus?
Je höher der Säuregehalt eines Weines, desto frischer wirkt er am Gaumen und lässt die Restsüße moderater erscheinen.
Hier mehr über den Säuregehalt erfahren.Das Besondere an diesem Wein
Trebbiano aus dem Chianti-Gebiet bekommt man gar nicht so häufig ins Glas, die prestigereichsten Weine der Region sind die Roten. Trotzdem gehört die Trebbiano grundlegend zum Erbe des Chianti, schon allein, weil die ursprüngliche Sortenverordnung von 1872 vorschreibt, dass ein kleiner Teil Weißwein, etwa aus der Trebbiano, mit im Rotwein sein muss. Damals ging es um Frische und Ausgewogenheit, beides Themen, die moderne Winzer auch anders in den Griff bekommen. So ist die Sortenverordnung hinfällig geworden. Im Gegensatz zum Trebbiano, der lange als der Wein galt, den die Winzer selber tranken, während sie andere lieber verkauft haben.
Trebbiano ist kein aromatischer Schmeichler, dafür aber als ruhiger Essensbegleiter sehr vielseitig. Die Frucht ist typischerweise eher verhalten, dafür hat er oft Blüten- oder Kräuternoten, begleitet von einer lebendigen Säure und einer salinen, fast steinigen Mineralität. Das ist ein Stil, der heute geradezu en vogue ist. Trebbiano zeigt herausragend das Terroir und die Stilistik der Toskana.
Natürlich hat man bei Dievole aber keinen Tischwein abgefüllt, sondern alles dafür getan, diesen Trebbiano als Ausdruck der Toskana zu unterstützen. Eine besondere Rolle kommt dabei dem Fassausbau zu. Zum einen erhöht das Holz die Komplexität des Weines, er bekommt Komplexität und die oft hohe Säure der Trebbiano wird etwas gemildert. Aber der Clou ist, dass die Mehrheit der Fässer ebenfalls aus der Toskana stammen und somit ein Ausdruck desselben Terroirs sind.
Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild
Bereits in der Aromatik zeigt er sich sehr komplex und vielschichtiger als die meisten Trebbianos. Nase mit hellen Blüten, gelbem Apfel und Salzbutter. Dazu kommen etwas Nektarine und Jod für noch mehr Tiefe. Am Gaumensaftig mit mürbem Apfel und etwas Krokant. Klare, aber nicht dominante Frische. Er entwickelt sich langsam und zeigt erst nach und nach seine Struktur. Das Holz wirkt zunächst würzig (Zitronenpfeffer, Ingwer), erst im langen Nachhall verwandelt sich der Eindruck hin zu einer feinen Vanillenote.
| Jahrgang | 2022 |
| Farbe | weiß |
| Herkunftsland | Italien |
| Herkunftsregion | Toskana |
| Rebsorte | Trebbiano |
| Geschmack | trocken |
| Alkoholgehalt | 12.5% vol |
| Weinstil | harmonisch & mild |
| Trinktemperatur | 10-12°C |
| Restsüße | 1 g/l |
| Säuregehalt | 5.56 g/l |
| Trinkreife | jetzt und weitere 2 -3 Jahre |
| Schmeckt nach | blumig-duftig, fruchtig |
| Ist Bio | Ja |
| Auszeichnung | nicht prämiert |
| Ausbau | Holzfass |
| Verschluss | Korken |
| Hersteller/Abfüller | Dievole SPA, Vagliagli 6, 53019 Castelnuovo Berardenga (SI), Italien |
| Artikelnummer | 2000015676 |
Zwölf Kilometer nordöstlich von Siena, in den Hügeln des Chianti Classico, liegt Dievole – ein Weingut, dessen Name sich von „Dio vuole“ ableitet: „Gott will es“. Erstmals erwähnt wurde das Gut am 10. Mai 1090, als zwei Pächter für einen Weinberg zwei Kapaune, drei Brote und sechs Silberdenari aus Lucca entrichteten. Diese Anekdote markiert den Beginn einer über tausendjährigen Geschichte, die eng mit der Landschaft und den Menschen des Chianti verwoben ist. Später taucht Dievole erneut in historischen Dokumenten auf, etwa als Hochzeitsgeschenk des Grafen Giulio Terrosi-Vagnoli an Ildegonda Camaiori, deren sorgfältig geführtes Register der Bauernfamilien bis heute von der tiefen Verwurzelung des Gutes zeugt.
Heute verbindet Dievole Tradition mit einem klaren Qualitätsanspruch. Seit 2013 gehört das Anwesen dem Unternehmer Alejandro Pedro Bulgheroni, der eine behutsame Erneuerung einleitete und den Fokus auf biologische Bewirtschaftung und präzisen Terroirausdruck legte. Rund 80 Hektar Weinberge, überwiegend mit Sangiovese bepflanzt, verteilen sich auf unterschiedliche Parzellen mit eigenständigen Mikroklimata. Ziel ist es, die Identität jeder Lage unverfälscht ins Glas zu bringen.
Verantwortlich für die Stilistik ist der renommierte Önologe Alberto Antonini, der für seine naturnahe, zurückhaltende Handschrift bekannt ist. Für Antonini entsteht großer Wein vor allem im Boden. Regenerative Bewirtschaftung, lebendige Mikroorganismen und sorgfältige Beobachtung stehen im Mittelpunkt seiner Arbeit. Im Keller setzt er auf Spontangärung, große Holzfässer, Beton und andere natürliche Materialien, um den Charakter des Ortes nicht zu überdecken. Überreife, übermäßige Extraktion oder dominantes Holz betrachtet er als Hindernisse für authentische Herkunft. Sein Ansatz ist klar: Nicht der Winzer soll im Wein sprechen, sondern der Ort selbst. So versteht sich Dievole heute als lebendige Renaissance eines historischen Gutes – verwurzelt in der Vergangenheit und zugleich kompromisslos auf die Qualität und den Ausdruck seines Terroirs ausgerichtet.
Durchschnittliche Nährwerte je 100 ml
| Allergenkennzeichnung | enthält SULFITE |
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