Wieviel Zucker ist in Wein?

Der Zuckergehalt in Weinen kann sehr stark variieren. Von trockenen Rotweinen, die praktisch überhaupt keinen Zucker enthalten, bis hin zu Dessertweinen, die ihrem Namen alle Ehre machen. Grundsätzlich lässt sich aber sagen: Ein als trocken klassifizierter Wein hat häufig nicht mehr als 3 Gramm Zucker pro Liter, darf aber bis zu 9 Gramm pro Liter enthalten, wenn ausreichend Fruchtsäure den Süßeeindruck mindert. Zum Vergleich: Angesprochener Dessertwein, beispielsweise eine Trockenbeerenauslese, verfügt nicht selten über einen Restzuckergehalt von mehr 250 Gramm pro Liter.

Eine tolle Frage hat uns Gisela W. aus Karlsruhe da gestellt. Und eine nicht pauschal zu beantwortende noch dazu. Aber nähern wir uns dem Thema von Anfang an: Weintrauben besitzen im vollreifen Zustand immer Zucker. Das wissen wir von dem süßen Geschmack leckerer Tafeltrauben.

Wein entsteht dann maßgeblich durch die alkoholische Gärung, also dem Prozess, bei dem Zucker in Alkohol umgewandelt wird. Dabei gilt die Faustformel: Je weniger Zucker der fertige Wein enthält desto höher fällt sein Alkoholgehalt aus. Auf der anderen Seite bedeutet dies für restsüße Weine, dass sie in aller Regel einen niedrigen Alkoholgehalt besitzen. Schlichtweg, da der Zucker nicht vollständig in Alkohol vergoren wurde.

Offizielle Kennzeichnungen auf den Weinetiketten helfen uns dabei, schon beim Kauf eines Weines zu wissen, welcher Eindruck von Süße zu erwarten ist oder ob der Wein trocken daherkommt.

Durchaus lesenswert sind in diesem Zusammenhang die drei Frag‘ die Weinfreunde Artikel Was bedeutet ein trockener Wein?, Was bedeutet ein feinherber Wein? und Was ist ein lieblicher Wein?

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