Cos d’Estournel
Cos d’Estournel

Cos d’Estournel

Das Château Cos d’Estournel erhob sich nach dem schrecklichen Brand seiner monumentalen Eingangspforte 2018 wie Phönix aus der Asche. Am linken Ufer im Bordeaux an der Route des Vins im Médoc gelegen, zieht es seit Jahrhunderten Wein-Connaisseurs magisch an.

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Cos d’Estournel

Der Maharadscha von Saint-Estèphe

Das Deuxième Grand Cru Classé Château Cos d’Estournel ist weingewordenes Fernweh. Hier im Süden von Saint-Estèphe am linken Ufer Bordeauxs verzaubert die indische Cuvée jährlich Tausende von Besuchern. Indisch? Exakt – denn dieser Wein ist ein Weitgereister! 1811 erbte Louis-Gaspard d’Estournel den in Saint-Estèphe liegenden Weinberg. Die hohe Qualität seiner Weine sprach sich schnell herum. Bald schon exportiert er auch nach Indien, was ihm bei der einheimischen Bevölkerung den Namen „Maharadscha“ einbrachte. Auf dem langen Seeweg reifte der Wein in den Barriques jedoch weiter und erhielt noch intensivere Aromen. Zurückgekommene Fässer enthielten somit wahre Schätze. D’Estournel versah sie mit einem „R“ für „Retour des Indes“. Auch hier sprach sich die Qualität schnell herum und so beschloss er von nun an alle Weine im Fass auszubauen.

Der historische Weinberg von heute 100 Hektar im nördlichen Médoc besteht aus diversen Terroirs, die entsprechend auf die Bedürfnisse der Rebsorten antworten. Fast zwei Drittel der durchschnittlich 45 Jahre alten Rebstöcke sind Cabernet Sauvignon gewidmet. Er genießt die hohe Sonneneinstrahlung auf den südlichen Kies-Hängen. Der Merlot (40 Prozent) der Domaine profitiert von den östlichen Parzellen aus Lehm-Kalkböden. In kleinen Mengen baut man für die Verfeinerung der Assemblage Cabernet Franc und Petit Verdot an.

Berühmte Familien brachten ihr Savoir-Faire ein und verhalfen diesem Deuxième Grand Cru Classé von 1855 so zu seinem heutigen Prestige: Ginestet (Château Margaux), Prats, Merlaut (Weinhandelshaus Taillan) bis zum heutigen Besitzer, dem Unternehmer Michel Reybier. Er hat die Leitung 2017 übernommen und musste gleich ein Jahr später den schweren Vandalismus an der berühmten Eingangspforte des „Sansibar-Tors“ verkraften. Ein Brand hatte das Tor in der Nacht schwerbeschädigt. Doch das abenteuerlustige Château erhob sich wie Phönix aus der Asche. Mit viel Unterstützung aus der Region wurde das Portal restauriert und so betritt man auch heute noch die von einem Löwen und einem Einhorn im Wappen bewachte Domaine gleich dem „Sesam öffne dich“ des orientalischen Märchens aus 1001 Nacht.

Die Vinifizierung greift wiederum auf moderne Techniken zurück. Vier Hebebottiche pumpen den Wein allein mithilfe der Schwerkraft um. Sie werden durch Edelstahltanks mit genauer Kontrolle der Gärungstemperaturen ergänzt, die die Auswahl der weichsten Tannine begünstigen und dabei die Frucht bewahren. In 18 Monaten wird der Cos d’Estournel im Fass behutsam ausgebaut und entwickelt seine sinnliche Aromenpalette. Der „Les Pagodes de Cos“ ist der faszinierende Zweitwein des Château Cos d’Estournel. Auch hier verbinden sich orientalische Nuancen von Weihrauch mit dem mineralischen Terroir dieser einzigartigen Domaine in Saint-Estèphe.