Clerc Milon
Clerc Milon

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Das Château Clerc Milon liegt zwischen den Premier Grand Cru Classé Châteaux Mouton und Lafite Rothschild, am linken Ufer des Bordeaux. Viel wurde in diesen aufstrebenden Zögling des Rothschild-Imperiums investiert. Und es scheint sich auszuzahlen.

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Seite 1

Clerc Milon

Bühne frei!

Potenzial erkennen, sei es auch noch so unscheinbar. Das war Philipp Baron de Rothschilds Talent. Ein Weinliebhaber durch und durch, aber auch ein Geschäftsmann. In den 1970er-Jahren musste er wirklich einen guten Instinkt gehabt haben, denn das unscheinbare Häuschen in den Weinbergen bei Pauillac, mit seinen verfallenen Weinkellern, sah so gar nicht nach dem bereits erworbenen Renommee der Rothschilds aus.

Dabei blickt dieser 5ème Grand Cru Classé auf eine glanzvolle Geschichte zurück: Anfang des 19. Jahrhunderts erreichte das Weingut von Jean-Baptiste Clerc den Eintrag in die begehrte Liste der Klassifikation von 1855. Auf der Pariser Weltausstellung im selben Jahr überzeugte es ein Millionenpublikum. Doch die Domaine, nahe dem Dorf Milon, erlebte zahlreiche Besitzerwechsel und geriet in Vergessenheit.

Dabei ist die 41 Hektar große Domaine im Nordosten von Pauillac ein mikroklimatisches Juwel. Von ihrer Anhöhe Mousset hat man einen herrlichen Blick auf die nahe Gironde. Der Meeresarm bringt frische Winde in den Weinberg. Gleichzeitig verhindert er Hagel und Frost, die größten Gefahren für austreibende Weinknospen. Das Terroir ist geprägt von tiefgründigem, sandigem Kies über einem Unterboden von Lehm und Kalk. Die leichte Anhöhe sowie die Bodenbeschaffenheit sorgen für eine natürliche Entwässerung. Ein Eldorado für die klassischen Rebsorten des Médoc, die auch den Château Clerc Milon bestimmen.

Der körperreiche Cabernet Sauvignon ist Königsrebsorte mit über 50 Prozent der Bestockung des Weinbergs. Doch auch dem elegant-fruchtigen Merlot widmet man 37 Prozent der Fläche, während Cabernet Franc (10 %) sowie Petit Verdot (2 %) und Carménère (1 %) die Magie der Verfeinerung in die Assemblage zaubern.

Um diesem einladenden Wein eine angemessene Bühne zu bereiten, zog man einen Mann des Theaters zur Rate. Der Bühnenbildner Richard Peduzzi entwarf gemeinsam mit dem Architekten Bernard Mazière das rechteckige Design des Neubaus, einer Holzfestung gleich. Von den Brettern, die die Welt bedeuten, betritt man den halb-unterirdischen Fasskeller des Souffleusen-Grabens. Hier flüstert man dem Château Clerc Milon sowie dem Zweitwein Pastourelle de Clerc Milon in frischen Eichenfässern seine aromatische Textur ein. Von der Vinifikation im Edelstahltank bis in die Fässer verläuft der Transport des Weins dafür allein mit den Mitteln der Schwerkraft.

Nach dem Tod Philipp de Rothschilds, übernahm seine Tochter Baronin Philippine die Verwaltung des Châteaus. Im Jahr 2020 löste Jean-Emmanuel Danjoy den langjährigen Direktor und Haus-Önologen der Rothschilds Philippe Dhalluin ab.