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James Suckling

Nuits-Saint-Georges Les Montroziers Village 2020

Domaine Faiveley
  • Frankreich
  • Burgund
  • trocken
59,00 €
pro Flasche 0,75 l (78,67 € / 1 Liter)
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Dieser exzellente Pinot Noir verweist mit seinem Namen auf die 1945 geschlossene Ehe zwischen dem Politiker Maurice Colrat de Montrozier und Yvonne Faiveley.

Das Besondere an diesem Wein

Nuits-Saint-Georges ist eines der berühmtesten Dörfer der Côte de Nuits und gilt als die Wiege des Pinot Noir. Der Ort ist außerdem die Heimat der renommierten Domaine Faiveley. Es ist demnach leicht zu verstehen, dass Nuits-Saint-Georges einen ganz besonderen Stellenwert für die Familie Faiveley besitzt, obgleich die Domaine mittlerweile in vielen Appellationen des Burgunds Parzellen ihr Eigen nennt.

Eine ganz eigene Familiengeschichte erzählt der Les Montroziers getaufte Pinot Noir: Im Juni 1945 heiratete Yvonne Faiveley den Politiker und Rechtsanwalt Maurice Colrat de Montrozier. Dieser Zusammenschluss wird seitdem durch den Nuits-Saint-Georges Les Montroziers Village namentlich gewürdigt.

Der Großteil der Pinot-Noir-Trauben für den Wein stammen aus einer knapp 5 Hektar großen Parzelle, die sich an der Grenze zu Vosne-Romanée befindet. Der Boden hier ist von Kalkstein und Ton geprägt – eine ideale Kombination, um Rotweine entstehen zu lassen, die einerseits klar und mineralisch daherkommen und sich andererseits durch eine satte Struktur hervortun. Der Fruchtcharakter fällt dabei fein und nicht überschwänglich aus, da die Parzelle nach Osten ausgerichtet ist und dadurch weniger Sonneneinstrahlung erhält, als Weinberge mit südlicher Exposition.

Das Lesegut für den Les Montroziers Village wird selbstverständlich per Hand geerntet und vorselektiert. Um Farbe, Tannine und Aromastoffe aus den Traubenschalen zu extrahieren, wird während der alkoholischen Gärung täglich der Tresterhut in der Maische untergetaucht („Pigeage“). Ein Prozess, bei dem viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl gefordert ist. Die Domaine Faiveley beweist dabei ihr ganzes Können.

Der durchgegorene Wein wird ohne Pressen durch reine Schwerkraft aus den Tanks abgelassen und verbringt anschließend 14 Monate in französischen Eichenfässern. Nur 20 bis 30 % davon sind neu, um die feine Pinot-Noir-Stilistik nicht durch eine übermäßige Holz-Aromatik zu überdecken.

Um den Nuits-Saint-Georges Les Montroziers in seiner ganzen Pracht erleben zu können, sollte ihn Weinfreunde bei einer Temperatur zwischen 14 und 16 Grad Celsius servieren. Der Pinot Noir zeigt sich bereits in jungen Jahren zugänglich, kann aber ohne Weiteres sechs bis acht Jahre gelagert werden.

Wie der Wein schmeckt: samtig & weich

Im Glas mit einer intensiv granatroten Farbe. Der Duft von Roten Johannisbeeren, Walderdbeeren, frischem Eichenholz und Gewürzen prägt die Nase. Am Gaumen zeigt der Wein einen weichen, reichhaltigen und vielschichtigen Auftakt, mit samtigen Tanninen sowie einer hervorragenden Balance. Ein genussreicher, verführerischer und sehr eleganter Pinot. Zu Entenbrust mit Traubensauce, Rehkeule oder Hirschfilet eine Idealbesetzung.

Was Kritiker zu dem Wein sagen

94 Punkte von James Suckling

„Hervorragende Brombeer- und Schwarzkirschfrucht. Die Ausgewogenheit von reifer Frucht, feinen Tanninen und lebendiger Säure ergibt eine attraktive Harmonie, die den Abgang so erfrischend macht. Etwa zwei Drittel dieser Cuvée stammen von Weinbergen nahe der Grenze zu Vosne-Romanée, der Rest von etwas weiter südlich. Trinken oder lagern“.

Jahrgang2020
Farberot
HerkunftslandFrankreich
HerkunftsregionBurgund
RebsortePinot Noir
Geschmacktrocken
Alkoholgehalt14.0% vol
QualitätsstufeA.O.P.
Weinstilsamtig & weich
Trinktemperatur14-17 °C
Restsüße0.8 g/l
Säuregehalt3.5 g/l
Trinkreifejetzt und weitere 5 Jahre
Schmeckt zuHartkäse, Lamm, Schwein
Schmeckt nachbeerig, würzig
Passt zuEin Abend unter Freunden
Auszeichnungprämiert
AusbauHolzfass
VerschlussKorken
Hersteller/AbfüllerDomaine Faiveley, 8 Rue du Tribourg, 21700 Nuits-Saint-Georges, Frankreich
Artikelnummer2900014889

Burgund pars pro toto

In knapp 200 Jahren hat die Winzerfamilie aus Nuits-Saint-George, über nunmehr sieben Generationen hinweg, überall dort ihre Spuren hinterlassen, wo der Ruhm der Bourgogne seine allergrößte Rechtfertigung findet. Gevrey-Chambertin, Puligny-Montrachet, Pommard, Volnay, Mercurey und viele weitere klangvolle Namen reihen sich aneinander – die Liste ist lang und lässt Faiveley wie ein Spiegelbild der gesamten Côte-d’Or erscheinen. Und das schaut man sich doch gerne ganz genau an.

Pierre Faiveley ist eigentlich Schuhmacher, aber seine wahre Leidenschaft gehört bereits dem Wein, als er 1825 den Grundstein der Dynastie legt. Neben dem Weinbau widmet er sich fortan auch gleich dem Handel, was im Burgund, anders als in anderen Weinregionen, durchaus Tradition hat. Neffe Joseph, der Zweite in der Ahnengalerie, tritt gleich in diese Fußstapfen und avanciert als Négociant mit dem Export der frühen Faiveley-Weine nach Belgien und die Niederlande. Georges Faiveley repräsentiert bereits die vierte Generation als er 1934 zu den Gründern der Confrérie des Chevaliers du Tastevin gehört. Die Heimat der weltberühmten Winzer-Bruderschaft ist seit je her das Château Clos de Vougeot, wo der seit 2007 amtierende Faiveley-Regent Erwan wie selbstverständlich eine seiner zahlreichen Parzellen sein Eigen nennt. 2014 hat sich Schwester Eve an seine Seite gestellt – und durchbricht in der siebten Generation die Phalanx der reinen Männerwirtschaft.

Über die Jahrzehnte hinweg ist das Reich der Domaine Faiveley durch Zukäufe von hochwertigen Parzellen entlang von Côte de Nuits, Côte de Beaune und Côte Challonnaise erweitert worden – Schritt für Schritt und mit äußerster Konsequenz. Beindruckende 13 Grand Cru-, 25 Premier Cru- und 26 Villages-Weine, inklusive 7 Monopol-Lagen, zählen heute zum beeindruckenden Portfolio des Hauses. Bei einer Gesamt-Rebfläche von 140 Hektar wundert es darum nicht, dass viele Lagen kaum größer sind als 1 Hektar – und die verfügbaren Mengen für jeden Wein damit extrem begrenzt. In der allergrößten Zahl, zu circa 80 %, gehen die Faiveley-Weine aus Weinbergen im Besitz der Familie hervor, die aber zugleich ihren Wurzeln als Händler treu geblieben ist. Hochwertiges Lesegut von ausgewählten Burgund-Winzern wird hinzugekauft, nach den hohen Qualitätsstandards von Faiveley vinifiziert, und schließlich unter dem Label Joseph Faiveley vermarktet, wodurch die Angebotspalette nochmalige Ergänzung findet. Mit dieser beispiellosen Vielfalt – auf Spitzenniveau – repräsentiert Faiveley die Weinregion im Osten Frankreichs wie keine zweites – als Ganzes.

Auf der Domaine Faiveley gilt die größte Aufmerksamkeit der Arbeit im Weinberg. Handarbeit ist hier eine Selbstverständlichkeit. Besonderes Augenmerk gilt der mehrfachen grünen Lese im Sommer. Geerntet wird zumeist im September innerhalb von zehn Tagen, je nach Jahrgang kann es auch der Oktober werden. Die Trauben werden von den weit verstreuten Parzellen unverzüglich zum Gut gebracht und dort so lange selektiert, bis nur die allerbesten übrig bleiben. Der Ertrag ist folglich winzig. Unter Führung von Erwan und Eve Faiveley wurde der Übergang in eine biologisch-organische Bewirtschaftung eingeleitet, die Umweltzertifizierung nach HVE-Standard steht bevor. Das Umweltbewusstsein prägt auch die Arbeit im Keller: Erwan Faiveley und sein Kellermeister Jêrome Flous setzen auf Naturhefen und Spontanvergärung. Damit werden die besonderen Charakteristika der so zahlreichen wie vielfältigen Burgund-Terroirs mit großer Prägnanz herausgearbeitet. Nur folgerichtig, möchte man sagen, ist es doch genau das, was den Markenkern von Faiveley ausmacht. Der Ausbau erfolgt in hochwertigen burgundischen Eichenfässern, die ihren Platz in einer der beeindruckendsten Kellereien der Bourgogne finden. Im Stil des 19. Jahrhunderts gestaltet, zitiert der riesige Gärkeller die große Tradition und setzt doch auf modernste Technik – und damit ganz auf die Zukunft.

Auf der Domaine Faiveley entstehen fantastische Rot- und Weißweine, Pinot Noir und Chardonnay natürlich ganz voran, die die einzigartige Vielfalt, aber auch die Essenz der Bourgogne in Perfektion repräsentieren – überdies in überragender Konstanz. Ein besserer Botschafter dieser einzigartigen Weinregion ist kaum vorstellbar, deren Ruhm als jene „der 100 Appellationen“ im Übrigen auch deshalb ein Mythos ist, weil es in Wahrheit „nur“ 84 sind.

Durchschnittliche Nährwerte je 100 ml

Allergenkennzeichnungenthält SULFITE

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