KB Pinot Noir Großes Gewächs trocken 2016

Friedrich Becker

Vom VDP als Großes Gewächs eingestuft, darf dieser Weltklasse-Spätburgunder seine Identität nicht vollends preisgeben. Es macht ihn nur noch begehrenswerter.

Kategorie Rotwein
Herkunftsland Deutschland
Herkunftsregion Pfalz
Geschmack trocken
Alkoholgehalt 13,5 % vol
KB Pinot Noir Großes Gewächs trocken
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Flasche: 0.75 Liter (86,67 € / 1 Liter)

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Vom VDP als Großes Gewächs eingestuft, darf dieser Weltklasse-Spätburgunder seine Identität nicht vollends preisgeben. Es macht ihn nur noch begehrenswerter.

Kategorie Rotwein
Herkunftsland Deutschland
Herkunftsregion Pfalz
Geschmack trocken
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Über KB Pinot Noir Großes Gewächs trocken

Weinbeschreibung

Das Besondere an diesem Wein

Friedrich Becker widmet sich der Rebsorte Spätburgunder schon seit jeher nach dem Vorbild der großen Weine aus dem Burgund. Kein Zufall also, dass er seine Weine als Pinot Noir bezeichnet – dem französischen Namen für Spätburgunder. Doch der Bezug zu Frankreich ist auch geographisch ein naheliegendes Thema beim Weingut Becker: Die vom VDP als Große Lage eingestufte Rebfläche Kammerberg liegt ganz offiziell bereits im Elsass. Das war auf Basis einer seit Jahrzehnten gültigen Regelung kein Problem, nicht zuletzt, da Friedrich Becker den ehemals verwilderten Weinberg in der Einzellage Sonnenberg praktisch neu entdeckte und sein enormes Potential sofort erkannte. Doch die Behörden in Rheinland-Pfalz wurden unlängst hellhörig und sprachen kurzerhand ein Verbot aus, Weine von französischem Grund als deutsche Erzeugnisse zu verkaufen. Für das Weingut Becker und seine Weine aus diesen Premium-Lagen eine mittlere Katastrophe. Schließlich konnte man sich auf einen Mittelweg einigen: Weine, wie der Kammerberg, dürfen weiterhin verkauft werden, jedoch nicht mehr die Lagenbezeichnung auf dem Etikett tragen. Daher wird der Kammerberg nur noch schlicht KB genannt.

Glücklicherweise hat sich diese Posse keineswegs auf die Qualität des Weines ausgewirkt. Der KB Pinot Noir VDP Großes Gewächs ist nach wie vor einer der besten Spätburgunder-Weine Deutschlands. Das lässt sich ohne Hang zur Übertreibung ganz nüchtern feststellen. Für den Wein werden 40 Prozent der Trauben im Ganzen in den Gärbehälter gegeben. Anschließend wird die Pressung ganz schonend mit den Füßen durchgeführt und der Start des Gärprozesses erfolgt danach spontan. Der Ausbau des Pinot Noirs findet in hochwertigsten Eichenholz-Barriques aus dem Burgund statt. 60 bis 70 Prozent davon sind neu. Eine Tatsache, die den Wein aromatisch nicht sonderlich prägt. Schlichtweg, da der Wein eine so große Intensität besitzt und sich diese von dem Holz nicht überdecken lässt. Vielmehr sorgt die Zeit im Fass für eine noch größere Aromakomplexität, eine Extraportion Tannin und ein überragendes Alterungspotential.

Die Kombination aus Fülle und Vitalität ist bei diesem VDP Großen Gewächs wirklich beachtlich und ohnehin nur bei einer Rebsorte wie Spätburgunder möglich. Doch braucht es sowohl eine von Kalkstein geprägte Top-Lage wie den Kammerberg aka KB als auch so passionierte Winzer wie Friedrich Becker und seinen Junior. In Summe: Ein Wein aus der Pfalz mit Trauben aus dem Elsass und einer Stilistik wie im Burgund. Man könnte auch sagen: Das beste aus drei Weinwelten.

Wie der Wein schmeckt: samtig & weich

Der Wein leuchtet in einem hellen Kirschrot im Glas. Sein Duft ist extrem vielschichtig und ganz typisch für die Rebsorte: Amarenakirschen, rote Johannisbeeren, etwas Erdbeere sowie ein betörender Duft von frischen Waldkräutern. Im Mund mit einer saftigen Frucht, die durch ein noch junges, robustes Tannin getragen wird. Die Säure wirkt extrem klar und rein, sie verleiht dem Wein eine unvergleichliche Vitalität. Man spürt förmlich die kalkige Mineralität des Weinbergs. Braucht noch mindestens fünf Jahre, um sein volles Potential zu entfalten.

Was Kritiker zu dem Wein sagen

96 Punkte von James Suckling

„Tonnenweise Waldbeeren und ein Hauch von würziger Eiche. Sehr deutliche, aber gut proportionierte Tanninstruktur, die dem Wein ein großartiges, samtiges Mundgefühl verleiht. Sehr langer Abgang, in dem kalkhaltige Mineralität und zarte Süße wunderschön vermählt sind. Jetzt trinken oder warten“.

95 Punkte vom Wine Advocate

„Aus alten Reben der Grand Cru Lage Kammerberg stammend, wirkt der 2016 KB Spätburgunder GG enorm tief und würzig in der komplexen Nase. Konzentriert und doch rein und frisch am dicht gewobenen und spannungsreichen Gaumen. Es ist ein eleganter, anhaltend frischer und mineralischer Pinot von großer Klasse und Stil. Er ist vollmundig, aber rein und lebendig frisch und stilistisch ein Wein, in dem Deutschland die Grand Crus aus dem Burgund küsst. Ich mag hier etwas zu enthusiastisch sein, aber wenn Sie für neue Abenteuer bereit sind, ist dies der Pinot, den Sie probieren sollten. Bis 2032 zu trinken“.

Geschmack & Moment

Schmeckt zu:

Kalb
Lamm
Rind

Schmeckt nach:

beerig
rauchig-holzig
vegetativ

Passt zu:

Dinner for two
Für besondere Momente

Steckbrief

Farbe rot
Herkunftsland Deutschland
Herkunftsregion Pfalz
Rebsorte Pinot Noir
Geschmack trocken
Weinstil samtig & weich
Qualitätsstufe Q.b.A.
Alkoholgehalt 13,5 % vol
Trinktemperatur 12-14 °C
Restsüße 0,2 g/l
Säuregehalt 5,9 g/l
Trinkreife jetzt und weitere 5-6 Jahre
Ausbau Barrique
Verschluss Naturkorken
Verpackung Flasche
Hersteller Friedrich Becker, Hauptstraße 29, 76889 Schweigen-Rechtenbach, Deutschland
Jahrgang 2016
Allergenkenn-
zeichnung
enthält SULFITE
Ist vegan Nein
Artikelnummer 2000014225
GTIN 4260059990486

Friedrich Becker

Friedrich Becker

Friedrich Becker: Spätburgunder in Vollendung

Wie bei vielen Weingütern in den deutschen Anbaugebieten, war auch bei Becker in der südlichen Pfalz zunächst ein Mischbetrieb zu finden. Eine Kombination aus Weinbau, konventioneller Landwirtschaft und Viehzucht war bis in die 1970er-, 1980er-Jahre keine Seltenheit.

Doch Friedrich Becker erkennt schnell das besondere Potential der gutseigenen Hanglagen rund um das Örtchen Schweigen, nahe der französischen Grenze. Als er 1973 den Familienbetrieb übernimmt, nimmt er sofort tiefgreifende Veränderungen vor: Die volle Konzentration auf den Weinbau auf der einen Seite und der Austritt aus der Winzergenossenschaft auf der anderen Seite. Im gleichen Jahr füllt er den ersten eigenen Wein auf die Flaschen und markiert seitdem die Etiketten mit der Illustration eines kleinen Fuchses. Heute das Markenzeichen der Weine von Friedrich Becker.

In den folgenden Jahrzehnten macht sich der qualitätsbesessene Winzer vor allem durch seine Spätburgunder Rotweine einen Namen. Diese Pinot Noir gehören heute zu den besten des Landes, ja wahrscheinlich der ganzen Welt. Und neben dem typischen Grauburgunder und Weißburgunder, setzt Becker auch auf die in Deutschland eher unübliche Weißwein-Rebsorte Chardonnay. Der Grund für den Faible für Spätburgunder und Chardonnay ist offensichtlich: Es sind die großen Weine des Burgunds, die von Anfang an das Schaffen von Friedrich Becker inspirieren und lenken. 

Trotz allem Winzertalent wäre ein solch ambitioniertes Ziel ohne die hervorragenden Lagen des Weinguts nicht erreichbar. Die Böden der Weinberge von Friedrich Becker zeichnen sich durch einen besonders hohen Kalkgehalt aus – ein Garant für mineralisch geprägte Weine, die über ein besonders hohes Maß an Klarheit und Präzision verfügen.

Pfälzer Weinberge von Weingut Becker in Frankreich

Eine weitere Besonderheit besteht in der Tatsache, dass einige Weinlagen von Becker offiziell bereits im französischen Elsass liegen. Eine Tatsache, die für Probleme sorgte: Die deutsche Weinaufsicht verbot Friedrich Becker unlängst seine aus den französischen Weinbergen stammenden Weine nach der jeweiligen Lage zu benennen. So heißt der Friedrich Becker Pinot Noir Kammerberg VDP Großes Gewächs neuerdings nur noch „KB“.

Das alles bringt Friedrich Becker und seinen Sohn Fritz Becker nicht aus dem Konzept. Die besonders naturnahe Arbeit im Weinberg und die möglichst geringe Einflussnahme bei der Vinifikation im Keller sind beim Weingut Friedrich Becker gelebte Selbstverständlichkeiten. Mit diesen Überzeugungen ist Sohnemann Fritz Becker praktisch groß geworden. Er führt das Weingut mittlerweile gemeinsam mit seinem Vater und hat sich in den letzten Jahren vor allem der qualitativen Verbesserung der Weißweine jenseits des etablierten Chardonnays verschrieben. Mit Erfolg: Auch die Grauburgunder-, Weißburgunder- und Riesling-Weine gehören mittlerweile zu den besten des Landes. Halbe Sachen macht man beim Weingut Becker nicht!

Ein weiterer Beleg dafür ist die Tatsache, dass Friedrich Becker bereits seit dem Jahr 2000 Mitglied in dem prestigeträchtigen Verband der deutschen Prädikatsweingüter (VDP) ist. Dennoch bleiben die Beckers bescheiden und lehnen eine betriebswirtschaftlich orientierte Expansion weitestgehend ab. 30 Hektar Rebfläche nennt das Weingut sein Eigen und die Jahresproduktion beträgt 120.000 Flaschen. Beides Zahlen, die beweisen, dass es Friedrich Becker um hohe Qualität geht, die sich zwangsläufig in geringer Quantität niederschlägt.

Weingut Friedrich Becker in Schweigen: Speerspitze der Pfalz

Das kleine Örtchen Schweigen liegt im Landkreis Südliche Weinstraße, direkt an der französischen Grenze zum Elsass. In dieser beschaulichen Gegend in der Pfalz findet sich das VDP-Weingut Friedrich Becker. Das Anbaugebiet ist mit knapp 24.000 Hektar Rebfläche (Stand 2019) die zweitgrößte Weinregion in Deutschland. Hier in Rheinland-Pfalz wurde schon lange vor den Römern Weinbau betrieben. Es existieren darauf Hinweise in keltischen Gräbern, die bis zu einem halben Jahrtausend vor Christus zurückreichen.

Wie bereits erwähnt, liegen viele der vom VDP klassifizierten Lagen des Weinguts Friedrich Becker entweder in direkter Grenznähe – die komplette Einzellage Sonnenberg – oder bereits auf französischem Grund. Weine aus letzteren Lagen dürfen mittlerweile nicht mehr den Lagennamen auf dem Etikett führen (Stand 2021). Betroffen sind beim Weingut Friedrich Becker Weine aus den VDP Ersten Lagen Steinwingert in Unterbueschel sowie Enggasse, Wormberg und Güldenwingert in Schweigen. Zudem dürfen auch die Bezeichnungen der folgenden VDP Großen Lagen nicht mehr auf den Etiketten geführt werden: Heydenreich, Sankt Paul und Kammerberg in Schweigen

Friedrich Becker Rotwein: Spätburgunder in seiner besten Form

Bei der Rebsorte Spätburgunder denkt man nicht selten an den Kaiserstuhl und das Anbaugebiet Baden oder man richtet den Blick in Richtung Ahr. Doch dank des Weinguts Friedrich Becker in Schweigen stammen einige der besten deutschen Pinot Noir Weine aus der Pfalz. Rotweine, die mittlerweile mit den größten Vertretern dieser Rebsorte weltweit mithalten können.

Friedrich Becker Petit Rosé trocken

Wenig erstaunlich besteht der Petit Rosé vom Weingut Friedrich Becker aus 100 Prozent Spätburgunder. Der Wein zeigt an der Nase wunderbar klar wirkende Aromen, die an rote Beeren und weiße Blumen erinnern. Im Mund dann saftig, fein und mit einer gewissen Kühle ausgestattet. Die Säure gibt sich sehr vital und wird durch einen dezenten Süßeeindruck gekonnt aufgefangen. Süffig-frisch im guten Abgang. Kein reiner Spaß-Rosé, auch als vielseitiger Essensbegleiter ernst zu nehmen.

Friedrich Becker Spätburgunder trocken

Im großen Holzfass und Edelstahltank wurde dieser trockene Spätburgunder Gutswein vom Weingut Friedrich Becker ausgebaut. Rote Beeren und reife Kirschen kennzeichnen seinen Duft. Auch Kräuter und Cassis lassen sich entdecken. Im Mund saftig, reif, frisch und mit feinen Tanninen. Hier zeigt der Wein noch würzige Noten und etwas steinig-mineralisches. Im Abgang sehr elegant und kristallklar. Dieser Spätburgunder ist eine Art Visitenkarte des Weinguts, die das große Können von Friedrich Becker für kleines Geld vorführt.

Friedrich Becker Pinot Noir B

Dieser Gutswein wurden ihm Unterschied zum standardmäßigen Spätburgunder nicht nur im großen Holzfass, sondern auch in kleinen, gebrauchten Eichenholzfässern ausgebaut. Der Friedrich Becker Pinot Noir B ist in der Nase würzig-nussig und zeigt einen Duft von roten Beeren sowie eine leichte Note von Pfeifentabak. Im Mund dann straff, saftig und mit einer vergleichsweise herben Frucht. Der Abgang zeigt sich mit guter Substanz und wirkt würzig-rauchig lange nach.

Friedrich Becker Schweigen Pinot Noir

Der Ortswein vom Weingut Friedrich Becker schlägt das nächste Kapitel in Sachen Weinqualität auf. Der Pinot Noir stammt ausschließlich von Weinbergen innerhalb der Ortsgemarkung von Schweigen. Es ist ein straffer, etwas herb wirkender Spätburgunder, der mit dunklen Beerenaromen, Kirschduft und schönen Pilznoten daherkommt. Im Mund mit noch recht jugendlichem Tannin und einer festen Säure. Der Abgang zeigt ein Wechselspiel aus würzigen, an Tabak erinnernden Noten und einer mineralischen Reinheit mit viel Tiefe. Besitzt ein für diesen Preis erstaunlich gutes Alterungspotential.

Friedrich Becker Heydenreich Pinot Noir Großes Gewächs (GG)

Das Pinot Noir Große Gewächs aus der VDP Großen Lage Heydenreich erreicht frühestens fünf Jahre nach seinem Jahrgang eine gute Trinkreife. Optimal lässt sich dieser Weltklasse-Spätburgunder erst nach mindestens 10 Jahren genießen. An der Nase präsentiert sich dieses Pinot Noir GG klar und komplex: Rote und schwarze Beeren sowie Tabak, Haselnüsse, Rauch und etwas rohes Fleisch sind zu entdecken. Am Gaumen dann auch Pfeffer und Kräuter sowie feuchter Waldboden und frische Champignons. Sehr konzentriert mit noch jungen Tanninen. Im Abgang zeigt der Wein einen exzellenten Zug und eine leicht salzig anklingende Mineralität.

Friedrich Becker Weine online kaufen

Das Angebot von Weinen vom Weingut Friedrich Becker fällt im Weinfreunde Online-Shop sehr großzügig aus. Rosé lässt sich genauso finden wie Spätburgunder, Weißburgunder oder Grauburgunder in unterschiedlichen Qualitäten: Vom Gutswein über den Ortswein bis hin zum Großen Gewächs – die VDP Weine aus Schweigen in der Pfalz lassen sich bei Weinfreunde besonders bequem einkaufen. Nicht zuletzt, da die Lieferung per Paketpost bis vor die Haustür erfolgt. Ab 59 Euro Bestellwert sogar versandkostenfrei.

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