Deidesheimer Herrgottsacker Riesling Erste Lage trocken (Bio) 2018

Reichsrat von Buhl

Ein Name wie ein Donnerhall, doch eine Stilistik, die von Feinheit, Balance und Mineralität geprägt ist. Eine Erste Lage auf GG-Niveau!

Kategorie Weißwein
Herkunftsland Deutschland
Herkunftsregion Pfalz
Geschmack trocken
Alkoholgehalt 12,5 % vol
Bio Logo Zertifizierter Bio-Fachhändler durch DE-ÖKO-006
Deidesheimer Herrgottsacker Riesling Erste Lage trocken (Bio)
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18,00 €
Flasche: 0.75 Liter (24,00 € / 1 Liter)

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Ein Name wie ein Donnerhall, doch eine Stilistik, die von Feinheit, Balance und Mineralität geprägt ist. Eine Erste Lage auf GG-Niveau!

Kategorie Weißwein
Herkunftsland Deutschland
Herkunftsregion Pfalz
Geschmack trocken
Alkoholgehalt 12,5 % vol
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Über Deidesheimer Herrgottsacker Riesling Erste Lage trocken (Bio)

Weinbeschreibung

Das Besondere an diesem Wein

Der Deidesheimer Herrgottsacker wurde vom VDP als Erste Lage klassifiziert und das Weingut Reichsrat von Buhl besitzt hier eine Parzelle, die als wahres Filetstück zu bezeichnen ist. Unter strenger Selektion werden per Hand nur die besten Trauben gelesen. Dabei fällt der Ertrag sogar geringer aus als es die Anforderungen an ein Grossen Gewächs vorgeben. Der Herrgottsacker Riesling ist im Vergleich zu den anderen Lagenweinen ein Leisetreter. Vor allem in jungen Jahren wirkt er reserviert, aber dabei auch erstaunlich balanciert und harmonisch. Doch bereits jetzt lässt sich erahnen welch großes Potential in dem Wein schlummert. Die aromatische Vielschichtigkeit und der mineralische Kern lassen sich nicht übersehen. Nicht zuletzt durch die 14 Monate Reife im Doppelstück-Holzfass auf der Vollhefe verfügt der Riesling über ein Rüstzeug für die Zukunft. Zeit wird ihm helfen sich zur vollen Blüte zu entwickeln. Vorher genossen sollte man ihm eine Extraportion Luft spendieren. Auch Weißweine fühlen sich in einem Dekanter und in großen Gläsern wohl! Ein Geheimtipp, der so manchem Grossen Gewächs gefährlich werden könnte.

Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch

Im Glas mit einem strahlenden Hellgelb. Die Nase zeigt sich zunächst reserviert und spielt erst mit etwas Luft aromatisch auf: Aprikose, Mirabelle und etwas Pfirsich zeigen sich. Aber auch geröstete Haselnüsse im Hintergrund. Im Mund mit extrem gut eingebundener Säure und sehr vielschichtigem Aromenspiel. Sehr filigran und mineralisch. Trotz der guten Struktur geradezu schlank wirkend. Mit wunderbarer Balance im klaren, langen Abgang.

Geschmack & Moment

Schmeckt zu:

Fisch
Lamm
Schwein

Schmeckt nach:

fruchtig
mineralisch

Passt zu:

Dinner for two
Für besondere Momente

Steckbrief

Farbe weiß
Herkunftsland Deutschland
Herkunftsregion Pfalz
Rebsorte Riesling
Geschmack trocken
Weinstil fruchtig & frisch
Qualitätsstufe Q.b.A.
Alkoholgehalt 12,5 % vol
Trinktemperatur 8 °C
Restsüße 2,1 g/l
Säuregehalt 6,1 g/l
Trinkreife jetzt und 4 weitere Jahre
Ausbau Holz
Verschluss Korken
Hersteller Reichsrat von Buhl, Weinstraße 18, 67146 Deidesheim, Deutschland
Jahrgang 2018
Allergenkenn-
zeichnung
enthält SULFITE
Ist vegan Ja
Artikelnummer 2000013837
GTIN 4055564711929

Reichsrat von Buhl

Reichsrat von Buhl

Reichsrat von Buhl: schon Bismarcks Liebling

Die Gründung des Weinguts Reichsrat von Buhl ist kurios. Durch eine notwendig gewordene Erbteilung wurde 1849 das Jordan´sche Weingut in drei kleinere Weingüter aufgeteilt: Bassermann-Jordan, Reichsrat von Buhl und Dr. Deinhard – jetzt als von Winning bekannt. Franz Peter Buhl leitet „sein Drittel“ von Anfang an sehr ambitioniert, so dass er dem Weingut nach wenigen Jahren einen exzellenten Ruf verschaffen kann. Zu den Verehrern der Weine aus Deidesheim gehören berühmte Persönlichkeiten wie Felix Mendelssohn Bartholdy oder auch Reichskanzler Otto von Bismarck. Letzterer verhilft dem Weingut zu zusätzlicher Bekanntheit als er sagt: „Dieses Ungeheuer schmeckt mir ungeheuer“. Gemeint war der von Buhl Wein aus der im Familienbesitz befindlichen Parzelle Gewanne Ungeheuer – gelegen innerhalb der heute 29 Hektar messenden Grossen Lage Forster Ungeheuer.

Der erste Reichsrat ist übrigens Armand von Buhl, der den Titel für seine politischen Verdienste Ende des 19. Jahrhunderts von König Ludwig II. erhält. Er nutzt ihn allerdings nicht in der Bezeichnung des Weinguts. Armand heiratet eine wohlhabende Winzerstochter und sie bringt bald darauf den gemeinsamen Sohn Franz Eberhard zur Welt. Dieser vereint 1909 die von seinen Eltern geerbte Rebflächen zu einem der größten deutschen Weingüter überhaupt – 200 Hektar beträgt die Gesamtfläche des Besitztums. Als Franz Eberhard 1912 ebenfalls den Titel eines Reichsrats verliehen bekommt, ergänzt er schließlich den Weingutsnamen um diesen Zusatz.

Als Franz Eberhard von Buhl 1921 relativ jung verstirbt, übernimmt seine Witwe Frieda Piper von Buhl die Leitung des Weinguts. Sie beweist sofort ein Händchen für das Weinmachen und baut die Qualität der von Buhl Weine weiter aus. Als Piper von Buhl 1952 kinderlos stirbt, greift das Testament ihres verstorbenen Mannes und das Weingut geht an den Sohn seines politischen Freundes Georg Enoch Freiherr von und zu Guttenberg: Karl Theodor zu Guttenberg. Als dieser wiederum 1972 verstirbt, übernimmt sein Sohn, der bekannte Dirigent Enoch zu Guttenberg, das Weingut.

Unter seiner Führung wird die Rebfläche des Weinguts stark verkleinert, um sich auf die besten Parzellen in den Weinlagen der Mittelhardt zu konzentrieren. Dazu gehört Eigentum in den Forster Lagen Pechstein und Jesuitengarten sowie in den Deidesheimer Lagen Paradiesgarten und Herrgottsacker. Von 1989 bis 2013 ist Reichsrat von Buhl an den japanischen Geschäftsmann Toyohiro Tokuoka verpachtet. Noch während dieser Pachtzeit wird das Weingut 2005 aber vom Unternehmer Achim Niederberger gekauft. Nach seinem Tod im Jahr 2013 übernimmt seine Witwe Jana Seeger das Weingut – geleitet wird es derzeit von Gregor Hofer und Peter Hüftlein-Seeger. Mittlerweile wird die gesamte Rebfläche ökologisch und nachhaltig bewirtschaftet und alle Weinberge und Weine sind ökologisch zertifiziert. Reichsrat von Buhl ist zudem Mitglied im Verband der deutschen Prädikatsweingüter, VDP.