Riesling Niedermenninger Herrenberg 2014

Walter Müller

Terroir könnte nicht schöner sein: Rote Schieferböden in voller Pracht!

Kategorie Alle Weine
Herkunftsland Deutschland
Herkunftsregion Mosel
Geschmack trocken
Alkoholgehalt 12,0 % Vol.
Riesling Niedermenninger Herrenberg
8,95 €
Flasche: 0.75 Liter (11,93 € / 1 Liter)

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Über Riesling Niedermenninger Herrenberg

Weinbeschreibung

Von den roten Schieferböden des Niedermenniger Herrenbergs entstand 2014 ein schöner, graziler Riesling mit knackigem Antritt im Gaumen, einer feinen Frucht und spürbarer Mineralität, der seiner Herkunft wirklich alle Ehre macht. Ein sehr authentischer Tropfen zu einem moderaten Preis!

Geschmack & Moment

Schmeckt zu:

Asiatisch
Vegetarisch

Schmeckt nach:

fruchtig
spritzig-frisch

Passt zu:

Ein Abend unter Freunden
Tapas & Snacks

Steckbrief

Farbe weiß
Herkunftsland Deutschland
Herkunftsregion Mosel
Rebsorte Riesling
Geschmack trocken
Weinstil harmonisch & mild
Qualitätsstufe Deutscher Qualitätswein
Alkoholgehalt 12,0 % Vol.
Trinktemperatur 9°C
Restsüße 7,0 g/l
Säuregehalt 8,8 g/l
Trinkreife jetzt und weitere 2 Jahre
Ausbau Edelstahltank
Verschluss Schraubverschluss
Verpackung Flasche
Hersteller/Importeur Weingut Walter Müller, 54329 Konz-Krettnach, Deutschland
Jahrgang 2014
Allergenkennzeichnung enthält Sulfite
Ist vegan Nein
Artikelnummer 714700214
GTIN 4260403490082

Walter Müller

Walter Müller

Die jungen Wilden - was heißt das heutzutage eigentlich im Weinbau? So einer wie Stefan Müller etwa. Gut, er ist Mitte zwanzig, ein ausreichendes Kriterium ist also erfüllt. Aber wild? Er macht in Krettnach - das ist in etwa da, wo die Saar in die Mosel fließt - Riesling, gerne auch leicht restsüßen. Ist das nicht dieses Zeug, vor dem uns unsere Eltern immer gewarnt haben?Um es gleich zu sagen: mitnichten. Natürlich schaffen die jungen Wilden den Wein auch nicht im Reagenzglas, sondern im Berg und in der Kelter - und das ist auch gut so. Und natürlich haben sie den Blauschieferboden, die teils fast ein halbes Jahrhundert alten Reben und das wohlwollende Klima auch nicht erst geschaffen - die ältere Generation hat ihnen diesen Schatz einfach überlassen. Und doch, ja, sind die Weine eines Stefan Müller, dessen erster Jahrgang im von Vater Walter übernommenen Weingut der 2013er ist, gleich Volltreffer geworden.Was also ist anders? Zum einen redet der Junior sehr viel von geringen Mengen und dass das etwas Gutes sei. Hier nimmt also jemand die Mineralik des Schieferbodens ernst und möchte sie lieber in wenigen Flaschen konzentrieren, statt sie in großen Mengen unkenntlich werden zu lassen. Im Weinberg greift er so wenig wie möglich ein. Das klingt nach gepflegter Siesta, ist in Wahrheit aber ein wichtiges Umdenken: weg von Aktionismus und der Denke, sich die Natur um jeden Preis gefügig zu machen. Sogar die natürlichen Hefen, die sich im Berg auf den Beeren ablagern, nutzt er für die sogenannte Spontanvergärung, also der Bevorzugung der wilden Hefen gegenüber den gezüchteten. Vielleicht aus der Sichtweise, dass das, was in diesem Winkel Deutschlands vorkommt, dem Naturprodukt gerechter wird als ein Mittel aus einem fernen Chemielabor. Stefan Müller ist aber kein Spinner, sondern er weiß sowohl wo er der Natur den Vortritt lassen sollte als auch wo sein Part beginnt: An der Weinbautechnikerschule in Veitshöchheim hat er das Handwerkliche gelernt und ist außerdem auf Wanderschaft in die weite Welt gezogen - nur nennt sich so etwas heute Praktikum.Was an einem jungen Wilden wie ihm im ersten Moment irritiert, ist also, dass er die Uhr zurückzudrehen scheint. Aber eben nicht in jeder Hinsicht - in Sachen Kellertechnik etwa ist man auf der Höhe der Zeit -, sondern nur da, wo es Sinn ergibt, sich mit all seinem Wissen und Können zurückzunehmen. Und das Ergebnis? Das, was Moselweine können, wenn man sie lässt, in bester Form: saftige Frucht, schmeichelnder Schmelz und hintergründige Mineralik.

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