Bordeaux-Appassimento: Exklusives Weinprojekt mit Genussgarantie

Ein Appassimento von Sartori, aber aus den typischen Bordeaux Rebsorten. Hinter dieser Idee steckt das Gespann Weinfreunde & Weinlakai. Ein Gespräch mit dem Weinlakai über experimentelle Freuden und einen außergewöhnlichen Wein.

Als Blogger hat er mittlerweile das Dutzend Jahre voll. Seit 2008 ist Tobias Treppenhauer als Weinlakai im Netz und den Weinregionen der Welt unterwegs. Ein langer Weg mit vielen tollen Weinen, aber einer ganz simplen Idee dahinter: Der Weinlakai spürt Weine auf, die mit einem außergewöhnlichen Preis-Genuss-Verhältnis überzeugen. Weine, die für überschaubares Geld echten Weingenuss garantieren.

Tobias Weinlakai

Tobias Treppenhauer alias der Weinlakai

Seit kurzer Zeit arbeiten nun Weinfreunde und Weinlakai enger zusammen. So unterstützt uns der Weinblogger beim Auffinden der besonderer Weine „im Dienste des guten Geschmacks“. Seit einigen Wochen empfiehlt er zudem einzelne Weine aus dem großen Weinfreunde-Sortiment, die genau seiner Philosophie entsprechen. Eben richtig guten Wein für überschaubares Geld in Glas zu bekommen. Alle seine Empfehlungen hier im Überblick.

Exklusiver Appassimento: Zusammenarbeit mit Top-Weingut Sartori

Mit dem eigenen „Appassimento“ geht die Zusammenarbeit noch einen Schritt weiter. Er ist das erste gemeinsame Wein-Projekt, um exklusiv für Weinfreunde einen besonderen Wein zu kreieren, der die Weinlakai-Philosophie quasi auf Flasche bringt. Die Zusage von Sartori, einem der renommiertesten Weingüter Italiens, in dieses Projekt einzusteigen, unterstreicht den besonderen Anspruch des Bordeaux-Appassimento. Denn das ist er letztlich geworden. Wie es zu dieser ungewöhnlichen Idee gekommen ist, und warum dieser Wein eine Empfehlung für Winter und Weihnachten ist, verrät uns der Weinlakai im Interview.

Appassimento 2018
Appassimento aus Bordeaux-Rebsorten
Sartori
Appassimento 2018


Tobias, Herr Treppenhauer, Weinlakai, welche Anrede ist Dir die liebste?

Wir kennen uns jetzt ja schon eine gewisse Zeit, daher gerne Herr Weinlakai (lacht).

Herr Weinlakai, zusammen mit uns Weinfreunde-Kollegen und dem bekannten Weingut Sartori aus Verona hast Du einen eigenen Wein gemacht. Wie genau haben wir uns diese Zusammenarbeit vorzustellen?

Die Idee eines gemeinsamen Weines kam eigentlich schon recht früh in der Zusammenarbeit mit Weinfreunde. Meinen Lesern einen Wein vorzustellen, den es anderswo nicht gibt und der meine Handschrift trägt, finde ich persönlich eine wunderschöne Sache. So ein Projekt lässt sich natürlich nicht mit jedem Weingut umsetzen. Und so war der Kontakt zu einem erfahrenen und hochklassigen Winzer wie Andrea Sartori natürlich ideal – vor allem wegen der Idee, die wir in Bezug auf den Wein hatten.

Gutes Stichwort: Die typischen Rebsorten aus Bordeaux mit einem klassischen italienischen Herstellungsverfahren, dem Appassimento zu verbinden, wie seid Ihr auf diese nicht ganz üblichen Idee gekommen?

Tja, wie das bei einem Brainstorming halt so ist: Man sitzt zusammen und überlegt, welche Art von Wein sowohl etwas Überraschendes als auch eine Art Genussgarantie haben könnte. Ich persönlich bin ein großer Fan von Bordeaux-Weinen. Zudem mag ich die enorme Konzentration von Amarone aus Venetien. Diese zwei Stilistiken zu einem alltagstauglichen Wein zu vereinen, hat die Weinfreunde Einkaufskollegen genauso begeistert wie mich.

Wie hat denn Sartori auf das Anliegen reagiert?

Sehr offen und positiv. Die haben ja Lust auf solche Sachen. Winzer sind letztlich auch so Wein-Nerds wie ich. Da sind Projekte, die etwas von der Norm abweichen, immer gern gesehen. Vor allem war spannend zu sehen, wie schnell Sartori so ein Projekt verwirklichen kann – die Reben für den Appassimento musste ja nicht erst neu angebaut werden (lacht). Und auch die individuelle Gestaltung des Etiketts war ein professioneller und interessanter Prozess.

Andrea Sartori

Winzer Andrea Sartori

Jetzt mal zum Wein selbst. Zufrieden mit dem Weinfreunde Appassimento? Kannst du uns kurz den Wein beschreiben?

Ja, absolut zufrieden. Vor allem, wenn man sich den Preis vor Augen hält. Als Alltagswein wirklich beeindruckend gut. Der Geruch als auch der Geschmack weisen direkt in Richtung Bordeaux. Oder genauer: in Richtung der typischen Rebsorten der Region. Vor allem der Cabernet Sauvignon mit seinen Cassis-Noten ist sofort bemerkbar. Die durch den Appassimento-Prozess zum Teil rosinierten Beeren verleihen dem Wein dann eine zusätzliche Saftigkeit sowie diese konzentrierte Frucht. Das wirkt dann weniger „kühl“ als ein klassischer Bordeaux, sondern eher unkomplizierter und trinkanimierender, wenn man das so sagen kann.

Eignet sich der 2018er Jahrgang bereits zu Weihnachten 2020? Wie verhält es sich jetzt mit dem Genuss, wie in späteren Jahren?

Der Wein ist jetzt sicher nichts zum Einkellern für die nächsten 50 Jahre. Aber ich bin mir sicher, dass er sich über die nächsten drei bis fünf Jahre absolut tadellos macht. Und ein „Weihnachtswein“ ist es auf jeden Fall. Rein stilistisch zielt er ja auf jeden Fall auf etwas Dunkles, Würziges. Das passt zu Weihnachten ganz hervorragend.

Und wenn er dann schon in diesem Jahr zum Weihnachtsessen getrunken wird, passt er am besten zu ….?

Klingt jetzt zwar etwas einfallslos, aber der Appassimento ist ein ziemlich guter Allrounder. Raclette und Käsefondue ist schon mal gebongt. Aber auch ein Braten oder Ente, Gans und Konsorten lassen sich damit bestens begleiten. Nur bei den Bockwürstchen mit Kartoffelsalat würde ich eher zu einem spritzigen Weißwein greifen.

Sind schon weitere Projekte in Planung?

Das darf ich natürlich nicht verraten (lacht). Nur so viel: Wir haben von Anfang an beim Appassimento von Sartori gesagt, dass wir im Erfolgsfall auf jeden Fall über eine Fortsetzung von solchen Projekten nachdenken. Und bisher ist die Resonanz auf den Wein ziemlich gut. Ich bin also optimistisch.

Vielen Dank für die Aufklärung, Herr Weinlakai.

Wie hat dir der Artikel gefallen?
4,54 Sterne | 13 Bewertungen